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Polizei Dortmund rät, bei Einbrecherverfolgung nicht Helden spielen

01.11.2011 | 15:00 Uhr
Polizei Dortmund rät, bei Einbrecherverfolgung nicht Helden spielen

Dortmund  Ein Wohnungseinbrecher hat mit einem Schraubenzieher auf einen Hausbesitzer eingestochen und ihn mit Pfefferspray angegriffen. Zum Glück wurde der 47-Jährige nur leicht verletzt. Der Täter (38) konnte schließlich vom Opfer überwältigt und anschließend von der Polizei festgenommen werden.

Die Tatzeit: Samstag, kurz vor 22 Uhr. Ein Ehepaar im Bramkampsweg in Barop kommt nach Hause. Schon beim Aufschließen der Haustür bemerken die Beiden einen Schatten im Wohnzimmer, der sich schnell in Richtung Terrassentür bewegt. Sofort denken Beiden an einen Einbrecher. Dramatische Minuten beginnen. Um dem Täter den Fluchtweg abzuschneiden, rennt der 47-Jährige sofort nach draußen auf die Straße. Hier stürzt der Einbrecher wenige Sekunden später an dem Hausbesitzer vorbei.

Der nimmt sofort die Verfolgung des Einbrechers auf. Doch der lässt nicht locker, versucht weiter, den Hausbesitzer zu attackieren. Es gelingt ihm dennoch, den Angreifer am Boden zu fixieren. Doch der zückt einen Schraubenzieher und sticht zu, trifft den mutigen Hausbesitzer am Oberschenkel. Trotz der heftigen Gegenwehr gelingt es dem 47-Jährigen, seinem Widersacher die Waffe zu entreißen. Wenig später trifft die Polizei ein und kann den Täter festnehmen. „In diesem Fall ist alles gut ausgegangen“, so Peter Schulz. „Doch sollte man nicht den Helden spielen.“

Der Einbrecher, ein 38-jähriger Dortmunder, ohne festen Wohnsitz, ist schon mehrfach wegen verschiedener Eigentums- und Drogendelikte in Erscheinung getreten. Außerdem besteht gegen ihn ein Haftbefehl wegen Einbruchsdiebstahl. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Ratschläge der Polizei

Bei einem Einbruch sollte man sofort die Polizei unter dem Notruf 110 verständigen. „Während des Anrufs sollte man die Kollegen auf der Leitstelle über die neuesten Entwicklungen informieren“, so Pressesprecher Schulz. Dazu gehört auch eine möglichst detaillierte Beschreibung des Täters. Man sollte sich jedoch nicht selbst überschätzen und sich auf keinen Fall selbst in Gefahr bringen. „Zerstörte Gegenstände oder Dinge, die gestohlen werden, kann man in der Regel ersetzen“, so Schulz weiter. „Jedes  Risiko ist zu vermeiden.“

Informationen hierzu gibt es  beim Kommissariat Vorbeugung telefonisch unter 0231/132 - 7570.

Spektakulärer Einbruch

Erst im September war in Dortmund ein spektakulärer Einbruch vor Gericht verhandelt worden. Im Mai hatten zwei zunächst unbekannte Täter ein Ehepaar im Feuervogelweg in Berghofen überwältigt, gefesselt. Die beiden Brüder, die im September auf der Anklagebank saßen, erbeuteten bei diesem Einbruch 850 Euro, Schmuck und das Bundesverdienstkreuz der Ehefrau.

Das Ehepaar durchlebte schreckliche Minuten in der Gewalt der Täter. Sie waren etwa eine Stunde in der Gewalt der Täter. Die beiden Brüder, 22 und 24 Jahre alt, wurden schließlich wegen schweren Raubes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Andreas Winkelsträter

Kommentare
05.11.2011
10:51
Waschlappen sind unsere Richter
von GEMM | #5

Unsere Richter sind einfach nur Waschlappen, sonst würden Sie Mehrfachtäter einfach mal aus dem Verkehr ziehen. Es kann Doch nicht sein, dass solche...
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2011-11-01 15:00
Dortmund