Polizei Dortmund rät, bei Einbrecherverfolgung nicht Helden spielen
31.10.2011 | 17:53 Uhr 2011-10-31T17:53:00+0100
Dortmund Ein Wohnungseinbrecher hat mit einem Schraubenzieher auf einen Hausbesitzer eingestochen und ihn mit Pfefferspray angegriffen. Zum Glück wurde der 47-Jährige nur leicht verletzt. Der Täter (38) konnte schließlich vom Opfer überwältigt und anschließend von der Polizei festgenommen werden.
Die Tatzeit: Samstag, kurz vor 22 Uhr. Ein Ehepaar im Bramkampsweg in Barop kommt nach Hause. Schon beim Aufschließen der Haustür bemerken die Beiden einen Schatten im Wohnzimmer, der sich schnell in Richtung Terrassentür bewegt. Sofort denken Beiden an einen Einbrecher. Dramatische Minuten beginnen. Um dem Täter den Fluchtweg abzuschneiden, rennt der 47-Jährige sofort nach draußen auf die Straße. Hier stürzt der Einbrecher wenige Sekunden später an dem Hausbesitzer vorbei.
Der nimmt sofort die Verfolgung des Einbrechers auf. Doch der lässt nicht locker, versucht weiter, den Hausbesitzer zu attackieren. Es gelingt ihm dennoch, den Angreifer am Boden zu fixieren. Doch der zückt einen Schraubenzieher und sticht zu, trifft den mutigen Hausbesitzer am Oberschenkel. Trotz der heftigen Gegenwehr gelingt es dem 47-Jährigen, seinem Widersacher die Waffe zu entreißen. Wenig später trifft die Polizei ein und kann den Täter festnehmen. „In diesem Fall ist alles gut ausgegangen“, so Peter Schulz. „Doch sollte man nicht den Helden spielen.“
Der Einbrecher, ein 38-jähriger Dortmunder, ohne festen Wohnsitz, ist schon mehrfach wegen verschiedener Eigentums- und Drogendelikte in Erscheinung getreten. Außerdem besteht gegen ihn ein Haftbefehl wegen Einbruchsdiebstahl. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Ratschläge der Polizei
Bei einem Einbruch sollte man sofort die Polizei unter dem Notruf 110 verständigen. „Während des Anrufs sollte man die Kollegen auf der Leitstelle über die neuesten Entwicklungen informieren“, so Pressesprecher Schulz. Dazu gehört auch eine möglichst detaillierte Beschreibung des Täters. Man sollte sich jedoch nicht selbst überschätzen und sich auf keinen Fall selbst in Gefahr bringen. „Zerstörte Gegenstände oder Dinge, die gestohlen werden, kann man in der Regel ersetzen“, so Schulz weiter. „Jedes Risiko ist zu vermeiden.“
Informationen hierzu gibt es beim Kommissariat Vorbeugung telefonisch unter 0231/132 - 7570.
Spektakulärer Einbruch
Erst im September war in Dortmund ein spektakulärer Einbruch vor Gericht verhandelt worden. Im Mai hatten zwei zunächst unbekannte Täter ein Ehepaar im Feuervogelweg in Berghofen überwältigt, gefesselt. Die beiden Brüder, die im September auf der Anklagebank saßen, erbeuteten bei diesem Einbruch 850 Euro, Schmuck und das Bundesverdienstkreuz der Ehefrau.
Das Ehepaar durchlebte schreckliche Minuten in der Gewalt der Täter. Sie waren etwa eine Stunde in der Gewalt der Täter. Die beiden Brüder, 22 und 24 Jahre alt, wurden schließlich wegen schweren Raubes zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.
10:51
Unsere Richter sind einfach nur Waschlappen, sonst würden Sie Mehrfachtäter einfach mal aus dem Verkehr ziehen. Es kann Doch nicht sein, dass solche Leute frei herum laufen und immer wieder das Eigentum Anderer zerstören und klauen.
22:54
Anstatt den **** wegzusperren, muß ich mir Verhaltensweisen und Ratschläge anhören!
20:24
Würde es nicht Sinn machen, wenn man sich mit einigen Nachbarn zusammenschliesst und dann zusammen Streife läuft, um Einbrecher zu erwischen ?
Zu dieser Jahreszeit nehmen die Einbrüche ja leider Überhand und die Polizei kann nicht überall sein...
13:37
Bei der mittlerweile an den Tag gelegten Gewalt und Brutalität der Kriminellen solte man den Rat der Polizei sehr wohl beherzigen und die Tat sofort per Notruf melden, die Täter gegebnenfalls aus sicherer Entfernung verfolgen und zB mit der Kamera des Mobiltelefons ablichten.
Der Zugriff sollte der dafür ausgebildeten und ausgerüsteten - bewaffneten - Polizei vorbehalten bleiben - es sei denn man will mal auf Seite 1 des Lokalteils und auf der letzten Seite mit schwarzer Umrandung namentlich erscheinen.
Andererseits fragt man sich ob des "Ratschlages" der Polizei, in was für Zeiten und Verhältnissen wir mittlerweile eigentlich leben - oder?
Ja, Fake. In welchen Zeiten leben wir eigentlich? Wie frappierend Sie wieder mit wenigen Zeilen Ihre Weisheiten posten. Beeindruckend.
17:52
Dass Menschen ihr Eigentum schützen und vom Staat vor Mehrfachtätern geschützt werden wollen ist klar. Warum gelingt es dem Staat nicht, diesen Schutz sicherzustellen.
Offensichtlich müssen doch auch normale Bürger etwas riskieren, um ihr Eigentum zu schützen.