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Politiker in Dortmund für Straßenstrich-Ende

16.03.2011 | 20:55 Uhr
Politiker in Dortmund für Straßenstrich-Ende

Dortmund. Die schwarz-rote Mehrheit für das Ende des Straßenstrichs in Dortmund scheint so gut wie sicher. Vorausgesetzt, die SPD im Arbeitskreis Nordstadt kommt zu den gleichen Ergebnissen wie die CDU-Fraktion und deren Parteispitzen.

Die Idee, anstelle des Strichs ein „Eros-Center“ zu installieren, spielt für den „Nordstadt-Parteitag“ der CDU kommenden Montag keine Rolle mehr. Stattdessen kommt der Kreisvorstand nun mit einem Antrag, in dem der Rat aufgefordert wird, den Strich an Ravensberger-, Julius- und Mindener Straße mit einer Sperrbezirkserweiterung für Straßenprostitution auf ganz Dortmund ersatzlos zu schließen. Auch dem „Kontaktverbot“ für Freier, das die Stadt-Spitzen dem Rat ans Herz legen, schließt sich der CDU-Vorstand an. Wer erwischt wird, dem sollen Bußgelder ab 35 Euro drohen, damit der (peinliche) Anhörungsbogen per Post nach Hause kommt.

„Wir wollen es ungemütlich machen für das Milieu“, formuliert CDU-Vorsitzender Steffen Kanitz. „Sozialpolitik hat an dieser Stelle erst einmal ihr Ende gefunden“, sagt Kanitz, der staunend und mit eigenen Augen gesehen hat, „dass ganze Busse aus Plovdiv nach Dortmund kommen.“ Weiterer Nachschub an bulgarischen Frauen, die für ihre Hintermänner anschaffen sollen?

Einmal mehr drängt die CDU, den Ratsbeschluss aus 2009 zur Aufstockung der Ordnungspartnerschaften umzusetzen. „Auf Nachfrage, woran es hakt, bekommen wir von der Verwaltung unterschiedliche Aussagen “, wundert sich Thomas Bahr, CDU-Sprecher in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord.

Absicherung für Hauskäufer

Auf gleicher Wellenlänge liegen SPD und CDU mit ihrem Vorschlag, modernisierungswillige Hauskäufer mit einem Fonds abzusichern, falls die Banken bei der Finanzierung nicht mitspielen. Erneut möchte die CDU prüfen lassen, ob die Stadt bereits jetzt eine Grundlage hat, für Bereiche wie Schulhöfe, Friedhöfe und Haltestellen ein Alkoholverbot zu erlassen. Mit der Entwicklung hochwertiger Quartiere will man versuchen, eine neue Klientel in die Nordstadt zu bekommen und den weiteren Wegzug intakter Familien zu verhindern.

Razzia in der Nordstadt

Von Ordnungsdezernent Steitz erwartet Kanitz, „dass er die Maßnahmen, die der Rat beschließt, umsetzt.“ Auch der Polizeipräsident stehe nun im Wort. „Er hat gesagt, er könne sofort 60 Leute einsetzen.“

Gregor Beushausen

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