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OB-Kandidat

Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen

02.03.2010 | 09:50 Uhr
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen

Dortmund. Für OB-Kandidat Joachim Pohlmann (CDU/FDP/BL) ist in Zeiten der Krise klar: Dortmund ist eine Stadt mit Magnetwirkung. Ob Sport oder Kultur: Um die Strahlkraft im Zeichen des Spardiktats nicht zu verlieren, müsste die Stadt ihre Angebote eher aus- als abbauen, appelliert Pohlmann.

Trotz des Haushaltslochs in der Dortmunder Kasse will Joachim Phlmann, OB-Kandidat von CDU, FDP und Bürgerliste, die Ausgaben für Kultur und Sport erhöhen. Bezahlen soll allersdings nicht die Stadt, sondern die Wirtschaft. Die profitiere schließlich von einem starken Standort Dortmund.  

Investitionen: Bei aller Konsolidierungsnotwendigkeit des Etats müsse es gelingen, die Investitionstätigkeit der Stadt nicht weiter herunterzufahren. Die Stadt sei leider der Haupt-Investitionsträger vor Ort. „Wenn städtische Investitionen infolge der Haushaltskonsolidierung weg brechen, wird das gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftskraft unserer Stadt haben.” Seine Devise: „Sparen ja, aber an den richtigen Stellen!”

Sportförderung braucht Hilfe der Wirtschaft

Joachim Pohlmann auf dem Wahlplakat.

Sportförderung: Die Sportförderung werde auf Dauer nicht auskommen „ohne die Hilfe leistungsstarker Partner aus Industrie und heimischer Wirtschaft”, steht für Pohlmann fest. Dortmund brauche einen langfristig angelegtenFörderkreis, „der Verlässlichkeit, kontinuierliche Entwicklung und Planungssicherheit für den Breiten- und Spitzensport in Dortmund sicherstellen kann.” „Hier 2010 und 2011 jeweils 100 000 Euro zu sparen: Grundfalsch! Das Geld muss woanders 'gefunden' werden!”, sagt Pohlmann. Er setzte sich für den „Pakt mit dem Sport” ein, für eine verlässliche, Planungssicherheit herstellende Sportförderung in Dortmund und will auch hier „die Wirtschaft mit ins Boot holen.” Pohlmann fordert: die Instandsetzung von Turnhallen, den Neubau von mindestens zwei Sporthallen, den Neubau einer Großsporthalle, Ersatzbauten für marode Hallen.

Hochklassiges bieten

Kultur: „Mittelmaß weglassen - metropolitane Spitzenangebote halten und auskömmlich finanzieren!”, hieße die Devise. Das „U” sei ab 2011 „nicht auskömmlich finanziert.” Das gelte auch für das Theater Dortmund. „Die Alimentation mittelmäßiger Angebote der 'freien Szene'... hebt Dortmund nicht heraus aus dem Konglomerat ähnlich strukturierter Angebote in Selm, Schwerte, Iserlohn, Haltern und Waltrop.” „Wir müssen in Dortmund Hochklassiges bieten”, sagt Pohlmann.

Peter Ring

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Kommentare
03.03.2010
08:22
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von schmitzi | #9

Der Angriff auf die freie Kulturszene ist schon sehr anmaßend. Wenn man bedenkt, dass u.a. domicil, Theater Fletch Bizzel oder das Depot dazu zählen, kann man nicht sagen, dass das alles mittelmäßig ist. Was viel schlimmer wäre, ist eine einseitige, langweilige Kulturszene, die nur einen kleinen Teil der Gesellschaft (mittlere bis sehr hohe Einkommen, Personen über 45) anspricht. Wenn man sich anschaut, wie Museen wie das Kunst- und Kulturhistorische Museum oder das Museum am Ostwall, zwei hervorragende Museen, die ich hier überhaupt nicht kritisieren möchte, angenommen werden (wenn ich dort war, waren immer nur eine Hand voll Menschen unterwegs) und wie voll es am Wochenende z.B. immer im domicil ist, dann machen mir Pohlmanns Vorschläge Sorgen.

02.03.2010
16:25
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von Pohlmannfan | #8

@7:
Poldi fährt nen normalen 5er BMW.

02.03.2010
13:22
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von Mensch ist der united | #7

Was der Herr Pohlmann so alles siniert, wenn er mit seinem Jaguar durch den Dortmunder Süden braust...

02.03.2010
12:38
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von karlosdallos | #6

So meint er es:

Spitzenangebote für die Elite.

Alimentation des Angebotes für die breite Bevölkerung abschaffen:

Der Rest kann versumpfen.

02.03.2010
10:59
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von Was will er ? | #5

Aha...

dazu der Kommentar in der gleichen Zeitung :


von Peter RING


Wirtschaftskrise. Wegbrechende Gewerbesteuern, explodierende Sozialausgaben - keine Frage: Dortmund ist in stürmischen Zeiten und schwierige Fahrwasser geraten. Und alles ist einfacher, als die „MS Dortmund” auf Kurs zu halten.

OB-Kandidat Joachim Pohlmann ahnt das und versteht sich in diesen Tagen, wenn schon nicht als Rettungsanker, so doch als Beiboot oder Außenbordmotor für die Stadt-Kapitäne. Anders sind die Vorschläge kaum zu verstehen, die er gestern zum Besten gab.

Ob es um Kultur oder Sport geht - er will die Wirtschaft stärker als bisher ins Boot holen, sagt Pohlmann. Ein guter Ansatz, wenn sich der Ideenreichtum nicht nur darin erschöpfte. Leider tut er das, so scheint es. „Sparen ja, aber an den richtigen Stellen!” sagt Joachim Pohlmann - leider vergisst er dabei zu sagen: wo.

Sparen bei den Sportvereinen sei „grundfalsch!” sagt der engagierte OB-Kandidat mit dem Herzen auf der Zunge. Man müsse das Geld eben woanders „finden”, sagt er. Da fragt sich der geneigte Wähler bloß: wo?

Auf der anderen Seite fordert Joachim Pohlmann sogar Hallen-Neu- und Ersatzbauten - sagt aber leider wieder nicht, wie sie finanziert werden sollen. Konkreter wird er höchstens in Sachen Kultur: Weg mit der „freien Szene” - hin zum Hochklassigen. Doch auch das hat seinen Preis. Woher das Geld kommen soll? Gute Frage.

01.03.2010
23:58
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von Ruhrpottler | #4

Welche Kneipen meint der ?

01.03.2010
21:29
Blockierter Kommentar.
von Tenrix | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.03.2010
19:55
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von zuiopw | #2

Es gab doch 2 klare Aussagen:
Bei der Kultur Konzentration auf die Stärken, d.h. da wo ein Differenzierungpotenzial vorhanden ist.

Bei der Sport die Gesellschaft stärker einbeziehen und die völlig unbegründbaren Mittelkürzungen streichen.

Beide Strategien sind richtig!

01.03.2010
19:08
Pohlmann will die Dortmunder Wirtschaft ins Boot holen
von kumado | #1

Ja Ja,
alles haben wollen, und die Wirtschaft soll es bezahlen. Nur warum hat Herr Pohlmann das nicht schon viel vorher in seinem Bürgerforum angestossen ?
Leider wieder einmal eine neue Naivität von Herrn Pohlmann. Selten hatten wir einen so naiven OB-Kandidaten. Der ist den Berufspolitikern überhaupt nicht gewachsen.

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