Das aktuelle Wetter Dortmund 5°C
DFB-Museum

"Platz der deutschen Einheit" — Streit um Adresse fürs DFB-Museum

13.01.2013 | 15:23 Uhr
"Platz der deutschen Einheit" — Streit um Adresse fürs DFB-Museum
Die Baugrube ist schon ausgehoben. Welchen Namen wird der Platz tragen?Foto: Michael Printz

Dortmund.   „Platz der Deutschen Einheit“ — so soll die Adresse fürs neue Fußballmuseum lauten. Doch die Zeichen stehen auf Konflikt: Während der DFB einen Anlauf unternehmen will, um einen Namen mit Fußball-Bezug zu installieren, sieht Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (Grüne) dafür keinen Anlass.

Im Straßennamen-Streit fürs Dortmunder Fußballmuseum des DFB stehen die Zeichen auf Konflikt. Während der DFB einen Anlauf unternehmen will, um einen Namen zu installieren, der eine möglich große Nähe zum Thema Fußball hat, sieht Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß für die zuständige Bezirksvertretung Innenstadt-West dafür keinen Anlass.

DFB: Namen mit Nähe zum Fußball

Es war in der letzten Woche, dass die DFB-Stiftung für das Fußball-Museum äußerte, sie sei mit dem von den politischen Gremien festgelegten Namen „Platz der Deutschen Einheit“ nicht glücklich. Man sei irritiert gewesen, dass man als Grundstücksbesitzer des ehemaligen Busbahnhofes nicht an der Namensfindung beteiligt gewesen sei. Mit Blick auf das nun skizzierte Konzept für den Außenbereich des Museum sucht man das Gespräch. Denn schon auf dem Platz werde das Thema Fußball deutlich - entsprechend solle die Bezeichnung sein, so der DFB.

In einer aktuellen Stellungnahme begrüßt Friedrich Fuß (Grüne), allerdings den Namen „Platz der Deutschen Einheit 1“ für das DFB-Fußballmuseum ausdrücklich. Der Bezirksbürgermeister der Innenstadt-West weist darauf hin, dass der Name nach einer langen Suche entstanden sei und die Bezirksvertretung (BV) es sich nicht leicht gemacht habe. „Es hat 2010 nichts gegen diesen Namen gesprochen und ich sehe nicht, dass es dies 2013 tun sollte“, sagt Fuß, der zudem OB Ullrich Sierau kritisiert.

Als Bezirksbürgermeister habe er, schreibt Fuß, in der Entscheidungsphase um einen regelmäßigen Termin beim OB gebeten, da die BV Innenstadt-West einige Berührungspunkte mit Entscheidungen im Rat habe - wie verkaufsoffene Sonntage, Hexendenkmal und eben das DFB-Museum. Entsprechende Fragen hätte er im Vorfeld im Rahmen eines Jour fixe einvernehmlich klären wollen. Der OB habe allerdings diesen Vorschlag abgelehnt. Fuß: „Er hat durch sein Büro mitteilen lassen, dass ich als Bezirksbürgermeister keine Termine mehr machen möge, er käme auf mich zu, wenn es notwendig sei.“

„Ein Schildbürgerstreich“

Da Sierau, so Fuß weiter, diese Notwendigkeit mit Blick auf das DFB-Museum nicht anerkannt habe, werde er jetzt als OB die Verantwortung tragen müssen. „Ich sehe nicht, dass die Bezirksvertretung den Platznamen des DFB-Museums ändern wird. Ich sehe auch nicht, dass die BV durch Benennung einer Nebenstraße eine Hilfsadresse für das Museum ,fußball-affin’ benennen wird“.

Für Fuß wäre dies geradezu ein Schildbürgerstreich. „Dieses Ansinnen ist infam und einer Großstadt nicht würdig“, so der Bezirksbürgermeister.

Frank Bußmann

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7475313/create

Stimmen Sie ab!

Die Stadt Dortmund sucht einen neuen Slogan . Was sollte Ihrer Meinung nach unbedingt in dem Wahlspruch vorkommen?

 
Fotos und Videos
Frau kippt mit ihrem Smart um
Bildgalerie
Fotostrecke
Das Turbo Prop Theater in marten
Bildgalerie
Fotostrecke
Tag der offenen Tür im Balou
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
684 Haftbefehle warten in Dortmund auf Vollstreckung
NRW-Spitzenwert
Mehrere Hundert Haftbefehle warten in Dortmund auf die Vollstreckung. 684 zählte die Polizei für den Zuständigkeitsbereich Dortmund und Lünen mit Stand vom 14. Mai 2013. Damit liegt Dortmund im NRW-Städtevergleich an der Spitze. Mehr als drei Viertel sind ganz normale Bürger.
Angehörige des Opfers belasten Amateurboxer schwer
Vergewaltigungs-Prozess
Gewalttätig, unsympathisch, unangenehm: Im Vergewaltigungsprozess gegen einen Amateurboxer aus Scharnhorst hat die Familie des mutmaßlichen Opfers kein gutes Haar an dem Angeklagten gelassen. Es gab für ihn jedoch auch Unterstützung von unerwarteter Stelle.