Piraten-Partei in Dortmund macht Samstag gegen ACTA mobil
10.02.2012 | 20:09 Uhr 2012-02-10T20:09:00+0100
Dortmund. Die Piratenpartei in Dortmund trommelt für die ACTA-Demonstration am Samstag. Ab 15 Uhr werden sich wohl Tausende (über Facebook haben sich 4000 Protestler angesagt) gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs einfinden. Die Polizei soll das Tragen von Masken toleriert haben, wie es in einer Mitteilung hieß.
Demo in Dortmund: Auf einer Facebook-Seite sowie bei der Dortmunder Piratenpartei haben sich schon 4000 Menschen für die ACTA-Demonstration am Samstag, 11. Fabruar, durch die Dortmunder Innenstadt angekündigt. ACTA ist das umstrittene Urheberrechtsabkommen der Europäischen Union. Die Piraten teilten mit, „dass virtuelle Anmeldungen natürlich nicht mit realen Teilnehmern gleichzusetzen sind, aber wir hoffen, dass dieses wichtige Thema viele Menschen auf die Straße bringt.“
Laut Mitteilung soll die Polizei im Kooperationsgespräch zugesagt haben, das Tragen von Masken zu tolerieren, solange keine Straftaten aus der Demo hervorgingen. In diesem Fall müsste die Demonstrationsleitung die Teilnehmer bitten, die Masken abzunehmen.
Die Route des Demo-Zugs verläuft von der Katharinenstraße am Wall über den Königswall, Hansastraße, Südwall zum Friedensplatz. Sollten erheblich mehr als 300 zunächst angepeilte Demonstranten mitmarschieren, fasse die Hansastraße den Demonstrationszug nicht mehr, sodass die Polizei den Wall freimachen wolle. Dies werde vor Ort per Lautsprecher durchgesagt.
Zeitlicher Ablauf
- 15 Uhr Treffen an der Katharinentreppe gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs
- 15.30 Uhr Beginn des Protestzugs
- 16.15 Uhr Zwischenkundgebung
- 16.30 Uhr Weiterzug zum Friedensplatz
- 16.45 Uhr Abschluss auf dem Friedensplatz
Die Piratenpartei und die Demo-Organisatoren lehnen ACTA entschieden ab. Mit ACTA werde die Beweislast bei Copyright-Verstößen umgekehrt, Internetprovider müssten private Polizei spielen und alles im Netz überwachen.
Zeichen setzen
Darüber hinaus habe ACTA tiefgreifenden Einfluss auf die medizinische Versorgung, insbesondere der Entwicklungsländer. Wirkstoffgleiche Medikamente von unbekannten Herstellern würden vom Markt verbannt – alles im Namen von Patenten und Urheberrechtsschutz.
Die Effekte von ACTA auf die freie Meinungsäußerung und Willensfreiheit seien so erschreckend, dass am 11. Februar in Dortmund ein Zeichen dagegen und eine Botschaft an das EU-Parlament gesendet gesetzt werden müsse.
12:23
Wer für oder gegen etwas demonstriert kann dies auch ohne Vermummung tun.
Dass ausgerechnet die Piraten für Masken eintreten, widerspricht wohl der angeblichen offenen Demokratiekultur.
Naja, eine Hype-Partei, die langsam viele Karriere-Politiker anzieht, da man vermutlich dort am schnellsten zu den gesicherten Pöstchen kommt.
Es ist richtig, dass ACTA nicht durchgesetzt wird.
07:22
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23:03
Interessant, dass hier der Weg frei ist für eine Maskerade, die Antifaschisten aus Angst vor der Verfolgung durch Nazis nicht vergönnt ist. Naja, Piraten werden ja auch nicht verfolgt, sondern medial eher gepuscht. So sei der Weg frei in ein intimes Verhältnis mit den Medien und ein neutrales mit den wirklich wichtigen politischen Themen...
"Wäh wäh wäh, aber Mama sein Eis ist viel größer als meins!"
Grow up, kid.
Wer nur durch Gewalt und Vandalismus auffällt, der darf halt keine Masken tragen.
Aber wenns bei euch nicht darum gehen würde, wie durchgeknallte Hooligans durch die Straßen zu ziehen, dann würde ja keiner mehr kommen...
Du bist hier im Forum allerdings eher durch geistige Tiefflüge aufgefallen. Aber es scheint tatsächlich noch eine Steigerrung in den Komplettschwachsinn möglich zu sein.
21:56
...
glücklicherweise hat sich nun auch Deutschland zurückgezogen.Lest euch alle durch und zeichnet die Petition mit !:
http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?fqDrJcb&pv=307
21:15
schon wieder ein wichtiges Thema, bei dem die meisten Leser nur Bahnhof verstehen.