Umstrittene Verbots-Satzung für Phoenix-See wird in Dortmund vertagt
22.02.2012 | 18:40 Uhr 2012-02-22T18:40:00+0100
Dortmund. Dortmunds neuer Phoenix-See entwickele sich prächtig, laut Emschergenossenschafteine habe das Wasser eine sehr gute Qualität. Weniger Klarheit herrscht bei der umstrittenen See-Satzung mit den vielen Verboten. Die sollte eigentlich Donnerstag vom Rat verabschiedet werden, doch daraus wird nichts.
Was der Phoenix-See in Dortmund-Hörde nach neuesten Wasseruntersuchungen der Emschergenossenschaft nicht machen wird, passiert jetzt im Rat: Der Ratsbeschluss zur neuen See-Satzung mit der umstrittenen Verbotsliste ist zumindest zeitlich erst mal gekippt.
Was dürfen die Bürger am Phoenix-See künftig tun – was müssen sie lassen? Gute Frage – Dortmunds SPD will jedenfalls in der Ratssitzung am Donnerstag noch keine Entscheidung zur Phoenix-See-Satzung treffen, so Fraktionsvorsitzender Ernst Prüsse. „Die Beratungen haben gezeigt, dass es noch Abstimmungsbedarf zwischen der Verwaltung und der Politik – insbesondere der Bezirksvertretung Hörde – gibt“, so Prüsse.
Die hatte, wie berichtet , in einem Abstimmungsgespräch mit der Verwaltung Veränderungen der Vorlage beschlossen. So, wie der Satzungsentwurf derzeit aussehe, sollte er aber nach dem Willen der SPD jedenfalls nicht in Kraft treten. Allerdings sei es auch nicht gut, gänzlich auf eine Satzung zu verzichten, so wie es die Bezirksvertretung Aplerbeck beschlossen habe.
Klare Regeln
Die SPD-Fraktion halte es für richtig, klare Regeln für die Benutzung des Sees und den Aufenthalt rund um den See aufzustellen. Allerdings gibt es an einzelnen Bestimmungen Kritik. „Unser Ziel ist, eine Satzung zu verabschieden, die den unterschiedlichen Nutzergruppen des Sees gerecht wird und klare Regeln für ein geordnetes Miteinander aufstellt“, so Ernst Prüsse.
Der See zumindest spielt mit. Nach vielen und langen Untersuchungen und Analysen, dem Monitoring, überreichte am Mittwoch die Emschergenossenschaft den aktuellen Analysebericht an die Stadt Dortmund. Mit augenscheinlich sehr zufriedenstellenden Ergebnissen in allen Bereichen.
Es könnte zeitlich eng werden
Wenn die Satzung nun nicht wie geplant im Februar, sondern erst bei der Ratssitzung am 29. März beschlossen werden soll, dann wird der Zeitplan ganz eng: Am 1. April soll die Satzung in Kraft treten, bereits vorher wollen die Offiziellen auf dem See ansegeln.
00:23
Ich bin dafür , dass der Phoenix See zum Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet wird.
Das Betreten ist nur noch dem Naturschutz-Wart gestattet, gucken ist aber erlaubt.
Der Rundweg hat dann 2 Wetterschutzhütten und eine Naturbeobachtungsstation.
Somit sind alle Ver- und Gebote unter einem Hut und durch das europäische Naturschutzgesetz abgedeckelt.
22:20
https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/%28embAttOrg%29/9117F5E1E57CAFAAC12574440062CB97/$FILE/VorlageDS%2306599-06.doc.pdf?OpenElement
Die ehemaligen Kokereianlagen mit ihren Nebengewinnungseinrichtungen
haben ferner lokal zu Kontaminationen von Boden und Grundwasser geführt
22:18
Auch wurde meine Behauptung das der kontaminierte Boden, auf dem Gelände des Phönixteichs aufgeschüttet wurde widersprochen. Hierzu die Stadt Do.
https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/%28embAttOrg%29/9117F5E1E57CAFAAC12574440062CB97/$FILE/VorlageDS%2306599-06.doc.pdf?OpenElement
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes (kurze Transportwege) sieht die Sanierungskonzeption vor, die kontaminierten Bodenmassen in zwei Sicherungsbauwerken (Volumina: Sicherungsbauwerk I: 88.000 m³, Sicherungsbauwerk II: 140.000 m³) innerhalb des „Grünkeils“, der gemäß städtebaulicher Rahmenplanung als schiefe Ebene in Nord-Süd-
Richtung verlaufenden Grünachse, sicher einzulagern. Die nachfolgende Abbildung gibt die Bauphase der Basisabdichtung für das Sicherungsbauwerk I wieder. Die Einlagerungsarbeiten kontaminierter Massen in das Sicherungsbauwerk I nähern sich mittlerweile ihrem Abschluss.
Und hier nochmal zur Kontaminierung des Grundwasers die Stadt Dortmund:
Die ehemalige
22:04
Und hier schreibt die Phoenix See 21 das jährlich 10 % des Phönixteiches mit Grundwasser gefüllt wird. Da nutzt auch eine teilweise Versieglung nichts.
http://www.phoenixseedortmund.de/25195.html?msg=25353
Ausgleich des jährlichen Wasserverlustes über die Zuführung von Grundwasser
10 Prozent des Wassers aus dem PHOENIX See werden schätzungsweise im Jahr verdunsten. Dieses Defizit wird problemlos über die Zufuhr von Grundwasser ausgeglichen.
22:00
So weit mir bekannt ist ist im Phönixteich auch Grundwaser. Und das Grundwaser unter dem Phönixteich ist kontanimiert.
http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?p=215142
In der Tat wird der See kein Badesee. An gleicher Stelle war über 150 Jahre lang der Standort der "Hermannshütte". Die Altlasten, sprich Mauerwerke etc. reichen bis zu einer Tiefe von 25 Metern. Eine komplette Aufbereitung würden die Kosten des Aushubs sicherlich nahe der 500 Mio. € Marke "ausufern" lassen.
Natürlich wird nur dort versiegelt, wo es etwas zum Versiegeln gibt. d.h Nur ein kleiner Teil des Areals wird versiegelt, sprich die Bereiche wo die Altlasten tiefer als zehn Meter in das Erdreich reichen. In den übrigen Bereichen wird das Grundwasser dafür sorgen, dass sich der See füllt.
12:05
Leute, diese "vielen und langen Untersuchungen und Analysen" können ja momentan nichts anderes feststellen, als dass der See nahezu Trinkwasserqualität besitzt - wenn man ihn über viele Monate mit DEW-Trinkwasser befüllt. Völliger Schwachsinn, daraus jetzt irgendeine "Erfolgsmeldung" zu konstruieren.
Ob die vielbeschworene Versiegelung des mit Industriegiften verseuchten Untergrunds hält, lässt sich frühestens in 1 bis 2 Jahren feststellen, wenn sich auch die künstlich angesiedelte Seeflora entwickelt hat.
08:09
Woher nehmen Sie Ihre Informationen? Das gesamte Gelände wurde versiegelt! Belegen Sie bitte welche Gifte und in welcher Konzentration sich diese im Wasser befinden. Wie beeinflußen diese Gifte die Wasserqualität? Dann können wir das alle nachlesen und uns dementsprechend schützen.
18:53
Das Wasser im Phoenix See hat also eine gute Qualität.
Was ist denn gute Qualität. Der Phoenix See wird auch mit Grundwaser vom ehemaligen Stahlwerk Phoenix gespeist. Und dieses Grundwaser ist mit Giften belastet. Zwar nur leicht, aber von guter Qualität kann man wohl nicht reden.