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Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken

02.08.2010 | 19:50 Uhr
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
50 000 Zuschauer sollen zur Flutung des Phoenix-Sees nach Hörde kommen. Foto: WR/Ralf Rottmann

Dortmund.Fünf Jahre und 200 Mio. Euro nach dem ersten Spatenstich wird am 1. Oktober der Phoenix-See geflutet. Geschätzt 50 000 Schaulustige werden das Spektakel wohl mitverfolgen – beim großen Seefest rund um die Hörder Burg.

Vor fünf Jahren, am 13. September 2005, setzten die Akteure den ersten Spatenstich für den Phoenix-See in die Erde. Fast auf den Tag genau fünf Jahre später, Freitag,1. Oktober 2010, wird die Grube geflutet. Rund 50 000 Besucher, schätzt Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke, werden bei schönem Wetter rund um die Hörder Burg mitverfolgen, wie Stadtgeschichte geschrieben wird - die gut 200 Mio. Euro schwere Verwandlung einer Stahlwerksfläche in ein hochwertiges Wohn- und Freizeitgebiet. Zu den Partygästen sollen nach Möglichkeit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und kein Geringerer als der neue Bundespräsident Christian Wulff gehören. Die Einladungen jedenfalls sind raus.

Event-Insel wird beim Seefest eingeweiht

Es soll eine Riesenfete werden, wenn es irgendwann zwischen 15 und 17 Uhr heißt: „Wasser marsch!“. Für das Rahmenprogramm zeichnen die Radiomacher von 91.2 verantwortlich, die auf einer Bühne auf der Eventinsel nahe der Burg Größen wie Atze Schröder und die Sven West Band aufmarschieren lassen. Der eigentliche Star hat seinen Auftritt abends gegen 20.30 Uhr - um wen es sich handelt, darüber schweigen sich die Radiomacher noch aus. Nach dem Auftritt von Mister X bzw. Miss X soll der Himmel über Hörde in den Farben einer Lasershow erleuchten - ein bisschen wie früher, als die Fackel von Phoenix brannte.

Ob nun Bundespräsident Wulff den Startschuss für die Flutung gibt (von seinem Vorgänger Horst Köhler hatte man fast schon eine Zusage) oder Hannelore Kraft: Der Applaus dürfte sicher sein, wenn das Wasser in die 24 Hektar große Grube schießt. Grundwasser und (zugekauftes) Frischwasser werden den See füllen. Aus einer besonders starken Quelle sollen 4 bis 5 Liter Grundwasser pro Sekunde strömen, Frischwasser in einer Menge von zunächst 15 Liter/Sekunde. Februar 2011 soll die Kapazität auf 25 Liter erhöht werden - nach einem Jahr ist der See fertig.

Dortmunds „Binnenalster“ ist für Schwimmer tabu

Auch wenn „Dortmunds Binnenalster“ für Schwimmfreunde tabu ist: Die Akteure der Entwicklungsgesellschaft Phoenix-Ost mit ihrem ersten Mann, Ingenieur Heinz Hueppe, wollen für hohe Wasserqualität sorgen, Phosphatgehalt und Algenwuchs so weit wie möglich eindämmen, um Wasserpest auszuschließen. Deshalb soll im Februar 2011 eine Anlage zur Phosphatvernichtung in Betrieb genommen und der See großflächig mit sogenannten Armleuchteralgen bepflanzt werden, die für die Entkalkung des Gewässer sorgen.

Bis zur Seeparty am 1. Oktober wird die Fläche rund um die Hörder Burg mit einem Pflaster versehen - und die Afflerbachhalle am Südufer möglicherweise schon dem Erdboden gleichgemacht sein. Bevor (bei schönem Wetter) der Hubschrauber zum Rundflug startet, machen um 15 Uhr die Dortmunder Philharmoniker den festlichen Auftakt. Passend zum Ereignis hören die Besucher Georg Friedrich Händels „Wassermusik“.

Gregor Beushausen

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Kommentare
24.08.2010
14:15
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von mokdo | #41

Ein See in dem Bürger nicht baden dürfen weil er kontaminiert ist. Durch die giftigen Hinterlassenschaften der Hoesch/Krupp Werke.

Hoffentlich erleben wir kein zweites Dorstfeld Süd

20.08.2010
17:28
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von DerMacke | #40

Phönixsee Hui! - Fredenbaumteich Pfui!
Das ist wirklich traurig, daß in Hörde geklotzt wird auf Teufel komm´raus und der Fredenbaumteich umkippt, hunderte Tiere (Enten, Fische, Schildkröten,etc.) elendig verrecken, weil es dort an einer zusätzlichen Umwälzpumpe und einer Frischwasserzuführung mangelt, weil: ZU Teuer!
Genauso unverständlich für mich: U-Turm ganz toll, das alte VEW-Kraftwerk (Baudenkmal und Teil der Route Industriekultur) wird mal eben abgerissen.
ARMLEUCHTER-ALGEN für ALLE!!!

19.08.2010
21:55
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von Sir Robin of Loxlay | #39

@22 Hans Dampf
Warte ab,es kommt bestimmt.DA wo der Beton nicht gegossen wurde,wird das Wasser das Ungeheuer zu Tage tragen.

04.08.2010
18:47
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von EinflugschneisePhoenixsee | #38

Georg Friedrich Händels „Wassermusik“ und Reden von Wulff/Kraft;
da werden die Stadtoberen doch wohl nicht vergessen, den Flugbetrieb ab Do Flughafen für diese Zeitspanne auszusetzen.
Es wäre peinlich, wenn Flugzeuggedröhne über dem zukünftigen See die Feierlichkeiten versaute.

04.08.2010
17:03
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von reika | #37

Danke für die Antwort.

04.08.2010
16:57
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von hassias | #36

Ich hab keine Ahnung, wie groß das Netz ist. Es ist sowieso alles miteinander verbunden und schwer zu sagen, wo welche Qualität vorliegt. Wenn ich mich nicht irre lieferern die Wasserwerke Westfalen bis kurz vor Münster, da kann das Wasser schon mal Tage brauchen, bis es da ist.. http://www.wasserwerke-westfalen.de/Trinkwasser/index_trinkwasser.html

In Dortmund ist die Qualität durch die Nähe zur Ruhr sicher noch mit am besten. Ich weiß aber, dass es Regionen im Osten gibt, wo Hydranten von Zeit zu Zeit aufgedreht werden, damit das Wasser in den Leitungen erneuert wird.
Wasser fließt ja zuerst in Zwischenspeicher und von da weiter. Es ist länger unterwegs, als man so meint. Am besten mal ein Wasserwerk anschauen und nachfragen. http://www.wasserwerke-westfalen.de/Dienstleistungen/index_dienstleistungen.html

04.08.2010
12:28
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von reika | #35

@hassias

Vielleicht wirds an einem Extrem-Beispiel klar:

Wenn dew21 nur 1 einziges dünnes Rohr hätte zur Versorgung von Dortmund müsste ständig Wasser durchfließen mit maximaler Geschwindigkeit (und das würd wahrscheinlich auch nicht ausreichen). Das Wasser wäre demnach ständig in Bewegung. Hier könnten sich also keine bzw. wenig Keime bilden.

Irgendwo in der Mitte zwischen diesem und dem aktuellen Rohrbestand könnte sich doch dann der im Hinblick auf Keimentwicklung günstigere Durchfluss-Querschnitt befinden. In jedem Fall aber ein geringerer Querschnitt als der aktuelle, oder?

04.08.2010
09:17
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von michelucci | #34

Anstatt sich mal einfach nur zu freuen, dass etwas Schönes geschaffen wird, regen sich manche Leute über das Wasser auf, soll man Salzwasser darein kippen, oder glaubt jemand, das es in der Sahara deswegen einen Tropfen mehr oder weniger Wasser geben wird? In einigen Jahren wird die Natur das schon regeln und kein Mensch fragt nach dem bisschen Wasser. Es gibt Quellen und da es auch ganz sicher Ab u. Zu regnen wird, weiss ich nicht, wo da ein Problem sein sollte!

03.08.2010
20:33
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von hassias | #33

Es geht nicht um die Rohre, sondern um das Wasser an sich. Es steht einfach länger in den Rohren und dabei vermehren sich die Keime wieder, die man natürlich nicht komplett aus dem Wasser heraus bekommt. Deshalb wird im Wasserwerk dem Trinkwasser Chlor zugegeben. In den letzten Jahren sind die Konzentrationen an Chlor gestiegen, weil die Verweildauer des Wassers in den Rohren sich erhöht hat.
Aber niemand fordert zur Wasserverschwendung auf, es ist eben nur schwieriger geworden, den Haushalten sauberes, keimfreies Wasser zu liefern.

03.08.2010
19:52
Phoenix-Flutung soll 50 000 Gäste locken
von reika | #32

@hassias

ich hab solch eine Argumentation schon früher mal von einem Wasserverkäufer, glaube Engelhardt, dew21 Vorstand wars, gehört. Hat mich damals schon nicht überzeugt. Mag sein, dass der Wasserverbrauch in Dortmund zurückgegangen ist, wg dem Fehlen von Kohle und Stahl. Daraus folgt m.E. aber auch beim Wasserversorger die Notwendigkeit zum Strukturwandel, will sagen zum angepassten Rückbau der Rohre - und nicht die Aufforderung oder gar der Aufruf an die Bevölkerung zur Wasserverschwendung, den Rohren zuliebe.

Ich meine. die Rohre sind für Menschen da und nicht umgekehrt.

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