Phillip Boa und Saxon bei Rock in den Ruinen 2012 auf Phoenix West in Dortmund
23.12.2011 | 15:55 Uhr 2011-12-23T15:55:00+0100
Dortmund. Das neunköpfige Line-up für Rock in den Ruinen am 28. April 2012 auf Phoenix West steht. Zum Headliner Saxon gesellt sich als zweiter Top-Act Phillip Boa mit seinem Voodooclub, der nach langer Zeit mal wieder in der Heimat Dortmund spielt. Den Lokalkolorit runden die wiedervereinigten Idiots ab.
Das wird ein Wiedersehen: Das Festival Rock in den Ruinen dürfte in der nächsten Auflage am 28. April 2012 auf Phoenix West für nostalgische Gefühle bei vielen Dortmunder Musikfans sorgen. Vor allem wegen Phillip Boa und seinem Voodooclub, die nach jahrzehntelanger Abstinenz mal wieder in der Heimat Dortmund spielen. Da sich auch The Idiots mit Sir Hannes zu ihrem Reunion-Konzert vor dem Hochofen einfinden, werden diese beiden Auftritte zu Heimspielen der besonderen Art.
„Man kann schon sagen, dass Phillip Boa nach Hause kommt“, freut sich Festival-Organisator Patrick Arens über den Coup, einen für Dortmund fast schon verlorenen Sohn mal wieder zu einem Auftritt in der Heimat bewegen zu können. „Die Kulisse mit dem Hochofen und das Festival selbst haben da wohl für die Zusage die entscheidende Rolle gespielt, außerdem ist unser Booker Michael Budde mit denen gut bekannt.“ Obendrein passe Boa bei Rock in den Ruinen 2012 das Genre, aus dem die anderen Bands stammen.
Wie etwa The Idiots mit Sir Hannes, die zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Nach Phantoms Of Future und Honigdieb kehrt Sir Hannes Smith zu seinen Wurzeln zurück. Als Sänger der Idiots gehört er zu den Pionieren des Deutsch-Punks. Mit Songs wie „Tage ohne Alkohol“ und „Samstag Nacht“ sollten sich Ruinen-Besucher auf wilden Pogo in einer ausgelassen Show beim drittletzten Auftritt am 28. April einstellen.
Als Headliner wollen es dann nach Phillip Boa Saxon richtig krachen lassen. „Sie haben mit Motörhead den Metal der 80-er Jahre geprägt, insofern sind Saxon auch ein richtiger Kracher“, meint Patrick Arens. „Insgesamt sind wir schon prominenter besetzt als 2011“, sagt er mit (Rück)Blick auf New Model Army, Clawfinger, Wolf und Co, die am 30. April spielten. „Außerdem ist es 2012 musikalisch breiter gestreut.“
Post-Punk-Ikonen von Killing Joke
Dafür sorgen die sechs weiteren Formationen: Die ebenfalls wiedervereinten Post-Punk-Ikonen von Killing Joke aus Großbritannien spielen ein exklusives NRW-Konzert, hinzu gesellen sich Kopek aus Irland, die schwedischen Metaller Sister Sin, Peter Pan Speedrock (Niederlande) und zwei noch zu ermittelnde Bands aus Dortmund. Zehn Musikgruppen spielen am 20. und 21. Januar bei zwei Vorentscheiden im DEW-Kundenzentrum um die zwei Plätze bei Rock in den Ruinen. Obendrein spielen die vier Hauptattraktionen kein Festivalset, sondern in Konzertlänge von bis zu 90 MInuten.
„2011 waren es 8000 Zuschauer, die erwarten wir auch im nächsten Jahr, vielleicht schaffen wir ja sogar wieder die 10.000-er Marke “, so Arens, zumal am Tag der jüngsten Ausgabe der BVB als deutscher Meister feststand und dadurch wohl einige umdisponierten und nicht mehr zum Ruinen-Rock kamen.
Verbesserungen
An der Grundstruktur des Festivals ändere sich nach dem „überwiegend positiven Feedback“ des ersten Ruinenrocks auf dem Phoenix-West-Gelände wenig. Veranstalter bleibt die SPD Hörde mit den dortigen Jusos. Los geht es um 12.30 Uhr, Ende ist gegen Mitternacht. Allerdings wollen Arens und die Organisatoren Verschiedenes verbessern, zumal es Kritik an teils großen Steinen auf dem Gelände gab. Zudem soll es mehr Sitzmöglichkeiten geben, weitere Bierstände und Imbiss-Angebote. „Wir wollen einfach den Wohlfühl-Charakter verstärken“, so Arens.
All das kostet im Vorverkauf 12 Euro (Tickets gibt es etwa auf der Festival-Homepage von Rock in den Ruinen), an der Abendkasse werden 18 Euro für ein Tagesticket fällig.
Auftritts-Reihenfolge am 28. April
- Saxon
- Phillip Boa and the Voodooclub
- Killing Joke
- The Idiots
- Peter Pan Speedrock
- Sister Sin
- Kopek
- zwei Lokalbands
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