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Pharmakonzern erweitert Produktionshalle in Dortmund

27.10.2012 | 12:00 Uhr
Pharmakonzern erweitert Produktionshalle in Dortmund
Grundsteinlegung mit Dortmunds OB Ullrich Sierau: Boehringer Ingelheim Microparts erweitert seine Produktion des Respimaten mit einer Summe von 85 Millionen Euro. Es entstehen 100 neue Arbeitsplätze.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim erweitert seine Produktionshalle in Dortmund. Die Produktion von Respimat, ein Zerstäuber für Atemwegserkrankte, soll auf 44 Millionen Stück verdoppelt werden. Mehr als 450 Mitarbeiter sind an der Herstellung beteiligt.

Es war einmal ein Zerstäuber, der vor 18 Jahren das Licht erblickte, als die Firma Microparts sich im neuen Technozentrum Dortmund niederließ. Gestern legte der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim den Grundstein für eine erweiterte Produktionshalle des medizinischen Gerätes, dessen Produktion sich dann auf 44 Millionen Stück im Jahr verdoppeln soll.

Dortmund profiert noch immer

Der Zerstäuber, der heute Respimat heißt, hat eine tolle Erfolgsgeschichte hinter sich. Sein Vater, Dr. Rainer Wechsung, saß gestern unter den Zuhörern und durfte sich zurücklehnen. Längst ist Microparts von dem weltweit operierenden Pharma-Unternehmen übernommen worden. Doch der Standort Dortmund profitiert noch immer von der Erfindung und Entwicklung des Zerstäubers.

Grundstein gesetzt

Gestern wurde am Hauert der Grundstein gesetzt für eine Produktionserweiterung. Dazu werden auch bestehende Gebäudeteile umgebaut. 85 Millionen Euro nimmt Boehringer Ingelheim in die Hand, um der steigenden Nachfrage nachzukommen. Besonders bei Atemwegserkrankungen hat sich der Zerstäuber bewährt.

„Der Respimat Inhaler kommt vor allem mit unseren erfolgreichen Atemwegspräparaten zum Einsatz, von denen wir uns auch in Zukunft durch neue Therapiemöglichkeiten weiteres deutliches Potenzial versprechen“, sagt gestern Geschäftsführer Dr. Stefan Blasius. Unter den Gästen im Festzelt saß auch Wirtschaftsminister Garrelt Duin , der ein Bekenntnis zum Industriestandort NRW abgab. „Bei der Entwicklung von Hochtechnologie ist ein langer Atem notwendig, bis sich das Ganze auch auszahlt“, bemerkte Duin angesichts der langen Entwicklungszeit des Zerstäubers.

"Arbeitsplätze stärken Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Dortmund"

„Weitere Arbeitsplätze in einer innovativen, forschungsgetriebenen Branche stärken den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Dortmund “, merkte OB Ullrich Sierau an. Das Beispiel zeige auch, dass die Geschichte des Dortmunder Technologieparks goldrichtig sei, so der OB. Die Väter des Technologieparks hätten vor 20 Jahren Weitsicht bewiesen.

450 Mitarbeiter an der Herstellung beteiligt

Mehr als 450 Mitarbeiter sind derzeit in Dortmund mit der Herstellung des Respimats beschäftigt. Nachdem in diesem Jahr noch einmal 50 Arbeitsplätze geschaffen wurden, sollen zur Fertigstellung der neuen Produktionshalle weitere 100 hinzukommen, kündigte Pressesprecher Nicholas Neu am Rande der Veranstaltung an.

Gerald Nill



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