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Pferde-Leid war dem Amt lange bekannt

17.06.2009 | 18:18 Uhr
Pferde-Leid war dem Amt lange bekannt

Die Kommentare von Arche 90, Nachbarn sollten besser auf misshandelte Tiere Acht geben, wollen Anwohner an der Blickstraße nicht länger auf sich sitzen lassen, nachdem dort fünf arg vernachlässigte Pferde gerettet worden sind.

Mehr noch: Die Nachbarn wollen die städtische Veterinärin, Dr. H., anzeigen, weil sie die Behörde bereits vor sieben Monaten eingeschaltet hatten. Das Veterinäramt habe die Warnungen aber nicht ernst genommen.

Die Wogen schlagen hoch nach der krassen Tierquälerei von der Blickstraße. Die Tortur der fünf Hafliger war, wie berichtet, an Fronleichnam beendet worden. Jetzt schieben sich Tierschützer und professionelle Meinungshaber im Internet gegenseitig Anschuldigungen und Beleidigungen zu.

Nun will auch Anliegerin und Pferdehalterin Bettina Voigtländer nicht länger mit ihren Informationen hinterm Berg halten. Von wegen, alle hätten nur weggeguckt.

„Wir haben bereits vor sieben Monaten Arche 90 und auch das Veterinäramt auf die Missstände hingewiesen”, berichtet Voigtländer. „Die Tiere wurden damals vom Halter überhaupt nicht gefüttert und standen schutzlos auf der matschigen Weide”, berichtet die Nachbarin und bezieht sich auf die vier Stuten.

Vom besonders misshandelten Hengst, der in seinem vierjährigen Leben nie aus seinem zu kleinen Stall kam und bis zum Bauch in Mist und Gülle stand, wusste niemand etwas.

Bettina Voigtländer kritisiert, dass Arche 90 mehrere Termine nicht eingehalten habe. Dann kam der erste Schnee und die längst eingeschaltete Veterinärin ließ sich einmal an der Blickstraße blicken. Daraufhin kamen die Tiere in den Stall. „Doch damit war das Problem nicht gelöst, sondern nur aus dem Blickfeld verschwunden”, so der Vorwurf. „Wir haben die Veterinärärztin aufgefordert, im Stall nach dem Rechten zu sehen. Dann wäre auch der geschundene Hengst entdeckt worden, von dem niemand etwas wusste.”

Die Stadt bestätigt den Vorgang. Das Veterinäramt könne aber erst tätig werden, wenn eine Beschwerde in schriftlicher Form vorliege, erklärt Sprecher Michael Meinders. Das sei verweigert worden. Im Nachhinein sei der Fall natürlich tragisch. Arche 90 habe ebenfalls keine rechtliche Handhabe gehabt, heißt es.

Gerald Nill



Kommentare
18.06.2009
10:14
Pferde-Leid war dem Amt lange bekannt
von merla | #2

Ich bin der Meinung, dass alle Tierschützer, auch das Vet-amt und die Nachbarschaft zusammen halten sollen. Was nützt es, wenn einer dem anderen die Schuld gibt. Den Pferden jedenfalls nicht!!!
Besser machen ist die Devise!!!!

18.06.2009
07:29
Pferde-Leid war dem Amt lange bekannt
von Antonietta | #1

Von einem freien Leben in einer freien Herde kann die Mehrzahl der Pferde nur träumen. Sie wären schon glücklich, könnten sie sich täglich auf einer Koppel austoben. Doch selbst dieses Vergnügen verwehrt mancher Pferdebesitzer dem treuesten Diener des Menschen nur allzu oft.

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