Pfarrer Daniel: neue Aufgabe bei Warburg
10.06.2007 | 02:51 Uhr 2007-06-10T02:51:09+0200Pfarrer Hermann Daniel wurde gestern in den Ruhestand verabschiedet. Eine außergewöhnliche Persönlichkeit verläßt den Dortmunder Norden.
In der Gemeinde St. Joseph im Pastoralverbund Nordstadt-Ost gab es für ihn einen besonderen Gottesdienst. Der heute 70-Jährige wurde 1962 zum Priester geweiht. Pfarrer Daniel blickt auf einen für katholische Pfarrer ungewöhnliche Biographie zurück.
Arbeiterpriester in Huckarde
Allein 16 Jahre lebte er als Arbeiterpriester und Bergarbeiter in Huckarde, bevor er 1992 die Leitung der Gemeinde St. Joseph übernahm. Unter dem Motto "Ganz nah bei Gott und ganz nah bei den Menschen" ist sein Lebensweg durch die enge Verbindung von Spiritualität und sozialem sowie politischem Engagement gekennzeichnet. So würdigt die Gemeinde die Arbeit des Seelsorgers. Während seiner 15-jährigen Tätigkeit in St. Joseph hielt er steht ganz engen Kontakt zu den Initiativen und Einrichtungen, die sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der in der Nordstadt lebenden Menschen stark machen. Es sei ihm während seiner Tätigkeit gelungen, die Gemeinde dazu zu motivieren, sich den Problemen des Stadtteils zuzuwenden und in verschiedener Form für die Verbesserung des Zusammenlebens sowie der Belange von sozial Benachteiligten aktiv zu werden. Ein wichtiges Anliegen war ihm dabei auch stets die Intensivierung des Dialogs mit den Muslimen.
Mitglieder von Josephsgemeinde und Pastoralverbundes waren dankbar, in den letzten 15 Jahren von Pfarrer Daniel geistlich und seelsorgerlich begleitet worden zu sein. Etwas Wehmut gehörte beim Abschiedsgottesdienst gestern schon dazu.
Neue Wirkungsstätte von Pfarrer Daniel wird Warburg-Germete (südliches Ostwestfalen) sein, wo er u.a. die Schwesterngemeinschaft "Serviam" seelsorgerlich betreuen wird.
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