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Konzert

Peter Heppner spielt im FZW Dortmund präzisen Synthie-Pop

27.11.2012 | 13:35 Uhr
Peter Heppner beim Konzert am 26. November 2012 im Dortmunder FZW.Foto: Andreas Winkelsträter

Dortmund.   Synthie-Pop der präzisen Art: Sänger Peter Heppner stellte im Dortmunder FZW musikalisch viele zufrieden, die große Stimmung blieb jedoch aus. Dafür war der Hamburger Sänger mit seiner Band zu sehr auf klangliche Reinheit bedacht.

Die große Show ist seine Sache nicht. Sein reduziertes Auftreten lässt zwischen den Liedern neben schlichter Danksagung nur kurz die Bandvorstellung zu, bei der er sich zu einem charakteristischen Satz hinreißen lässt: „Ich bin der Peter und ich singe hier.“

Stimmt. Mehr macht Peter Heppner bei seinem Auftritt im Rahmen der „My heart of stone“-Tour im ordentlich gefüllten FZW auch nicht. Das allerdings sehr markant, präzise und klar. Seine dreiköpfige Band kommt ohne Bassisten aus, Zentrum des Klangteppichs ist eindeutig das Keyboard. Schließlich sind die meist älteren Semester zu diesem Synthie-Pop-Abend gekommen, um sich mit dem 45-Jährigen an die Elektronik-Welle der 80-er und 90-er Jahre zu erinnern.

Musikalische Reise in gemütlichem Tempo

90 Minuten nimmt der eher unscheinbare Hamburger das Publikum mit seiner nasalen Stimme mit auf eine musikalische Reise. Es geht gemütlich über romantische Landstraßen, viel Sprit verbrauchen Heppner und seine drei Beifahrer bei ihrem statischen Auftritt nicht, meist fahren sie mit Tempomat in gedrosselter Geschwindigkeit. Als Navigationsgerät hat er einen klassischen Notenständer vor sich aufgebaut. Wenn der Sänger an vorderster Front umblättert, bleibt als einziges Überraschungselement die Frage: Singt Heppner nun deutsch oder englisch? Oder gar beides wie beim schön aufgemotzten Hit „The Sparrows and the nightingales“ aus seiner Wolfsheim-Zeit.

Peter Heppner in Dortmund

Das sind die besten Momente. Wenn der Frontmann Fahrt aufnimmt, dann können auch die Zuschauer ein bisschen mehr Gas geben und nicht nur mitwippen. Erstmals kommt bei „Once in a lifetime“ Stimmung auf. Bei „Dream of you“ zeigen sich die Stärken der Musiker: exaktes Spiel, der Syntheziser hält alles angenehm zusammen. Abwechslung bieten die variablen Lichtquellen, die genauso gestochen scharf durch die Halle gehen wie der glasklare Sound, der jede Silbe Heppners präzise transportiert. Selbst die Gitarre klingt künstlich klar, seine Rolle als Zweitstimme muss der Saitenzupfer aber kaum wahrnehmen,

Heppner ist solo gut, aber Funken feuriger Leidenschaft verflüchtigen sich oft. Sicher, hier und da wechselt das Tempo, doch der Liedaufbau bleibt ähnlich. Gut, dass er keinen Hit auslässt, wenngleich bei „Die Flut“ Duett-Partner Joachim Witt nicht nur optisch, sondern auch qualitativ fehlt. Zwei Zugabenblöcke, viel freundlicher Applaus, dann nach der neuen Komposition „Dream of christmas“ ab nach Hause. Gemütlich, versteht sich.

Steffen Gerber



Kommentare
27.11.2012
20:12
Peter Heppner spielt im FZW Dortmund präzisen Synthie-Pop
von Rabatzliese | #1

Peter Heppner hat einfach eine klasse Stimme!

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