PCB-Belastung im Dortmunder Hafen rückläufig
12.10.2010 | 14:04 Uhr 2010-10-12T14:04:00+0200
Dortmund.Nach den lange hohen PCB-Werten im Dortmunder Hafen geht die Gift-Belastung nun langsam zurück. Die Bezirksregierung Arnsberg meldete verringerte PCB- sowie Dioxin- und Furan-Werte. Sie gab aber keine Entwarnung.
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz führte in der Zeit vom 22. Juli bis zum 28. August im Dortmunder Hafengebiet zum fünften Mal Messungen durch. Wie die Bezirksregierung Arnsberg am Dienstag mitteilte, ist die Belastung mit PCB, Dioxin und Furan im Staubniederschlag an allen Messpunkten deutlich gesunken. Die Werte lägen auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Messungen im März, hieß es. Als Verursacher der PCB-Belastung gilt die Entsorgungsfirma Envio. Da aber auch möglicherweise andere Unternehmen mitverantwortlich sein könnten, gehen die Messungen weiter.
Der bislang schon auffällige Messpunkt 3 am Container-Terminal Dortmund weise weiterhin die (in Relation) höchste PCB-Gesamtbelastung aus. Im Vergleich zur vierten Messperiode ist die PCB-Belastung an diesem Messpunkt jedoch um das Dreifache zurückgegangen. Nach wie vor geben die Ergebnisse Anlass zu einer vertieften Prüfung, ob weitere relevante Quellen im westlichen Teil des Hafens vorliegen oder diese auszuschließen ist. Das Messnetz werde ab Oktober mit zwei zusätzlichen Messpunkten im Bereich des bisherigen Messpunktes 3 verdichtet.
Messungen werden fortgesetzt
Auch die Luftkonzentrationsmessungen, die das Landesamt an der KGA Hafenwiese durchführte, ergaben für den Monat August niedrigere Schadstoffwerte als im Vormonat. Die PCB-Werte lagen mit einem Mittel von 2,5 ng/m³ im Bereich des städtischen Hintergrundes im Ruhrgebiet. Die Summe der Dioxine und Furane und der sogenannten coplanaren PCB wurde mit 32 fg/m³ (fg = Billiardstel Gramm) ermittelt. Zur Beurteilung kann der Zielwert für die Luftreinhalteplanung von 150 fg/m³ herangezogen werden. Dieser Wert wird laut Bezirksregierung deutlich eingehalten. Die Luftkonzentrationsmessungen werden fortgesetzt.
Unklar ist weiterhin, ob es neben der Entsorgerfirma Envio einen weiteren PCB-Verursacher im Hafen gibt. Die Produktion bei Envio war auf Anordnung der Bezirksregierung Ende Mai nach dem Feststellen von Schadstoffbelastungen auf dem Firmengelände im Dortmunder Hafen stillgelegt worden. Der PCB-Entsorger steht im Verdacht, verseuchtes Material als gereinigt deklariert und verbreitet zu haben. So wurden im Blut von Envio-Mitarbeitern erhöhte PCB-Werte gemessen. Bei einem Beschäftigten wurde ein um das 25.000-fache erhöhter Wert festgestellt. PCB (Polychlorierte Biphenyle) besitzen ähnliche Eigenschaften wie Dioxine, sind giftig und gelten als krebserregend.
00:56
Das die Werte aber, als das Envio-Gelände schon gesäubert wurde, an bestimmten Stellen aber noch hoch und höher waren steht hier aber nicht...
Gibt es wohl doch noch jemanden der JETZT aber schön fließig sauber arbeitet... man darf denken und vermuten...
13:56
Dann sind wir aber beruhigt.
Vermutlich wurden die Vorfälle um die Firma Envio nur völlig übertrieben dargestellt.
Wir haben doch die ganze Zeit über angenommen, dass von Entsorgungsbetrieben in Deutschland keine Bedrohung für Menschen und die Umwelt ausgehen kann.
11:49
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