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Patzer und Stimmperfektion - Sebastian Lind im FZW Dortmund

11.12.2012 | 15:42 Uhr
Patzer und Stimmperfektion - Sebastian Lind im FZW Dortmund
Sebastian Lind beim Konzert in FZW in Dortmund.Foto: Veranstalter

Dortmund.  Tolle Stimme und ein paar Patzer: Der junge Däne Sebastian Lind überzeugte im ausverkauften Club des FZW Dortmund vor allem die Mädels. Sein Konzert war geprägt von einer fast makellosen Stimme und technischen Problemen. Sympathisch (un)perfekt.

Für Casting-Sendungen im Fernsehen wäre Sebastian Lind der perfekte Kandidat. Der junge Däne sieht gut aus, würde jedem Gesangs-Trainer ein Loblied nach dem anderen abringen und geht musikalisch mit der Zeit.

Sein Live-Auftritt im FZW hatte jedoch ein paar Fehlzündungen. Das wirkte sympathisch unperfekt. Zunächst entschuldigte sich der Singer-Songwriter, dass seine Anhänger keine Platten von ihm im FZW kaufen konnten, da diese während der laufenden Tour ausverkauft seien. „Vielleicht haben wir auch ein paar zu wenig eingepackt.“

Keyboard gab den Geist auf

Mit seiner Unschuldsmiene sorgte er jedenfalls für Begeisterung bei den vielen jungen Mädels, die Lind schon im vergangenen Sommer vor 15.000 Zuschauern im Westfalenpark beim Clueso-Konzert im Vorprogramm sehen und seine fast perfekte Stimme bewundern konnten. „Vor Auftritten in kleineren Clubs bin ich aber viel nervöser“, gab er zu.

Was man vor allem merkte, als sein Keyboard mitten im Konzert den Geist aufgab. Er stöpselte wild die Kabel um, drehte hier und da am Regler - am Ende blieb ihm nur ein entschuldigendes Schulterzucken - und Fluchen. „Mist“ (das englische Wort dafür beginnt mit F), „dass mir so etwas ausgerechnet bei meiner ersten ausverkauften Show in Deutschland passieren muss.“

Die Zuschauer im Club hatte Lind mit seinen zahlreichen Pop-Balladen schon vorher überzeugt. Da er jeden Ton traf (auch die hohen), seine beiden Mitstreiter mit äußerst modischer Frisur gut mit ihm harmonierten und die per PC oder Keyboard aufgemotzte Musik höheren Ansprüchen genügte, wurde es ein netter Abend. An den anderen Sachen kann der junge James-Blunt-Verschnitt ja noch arbeiten.

Steffen Gerber



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