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Im zuHouse-Club:

Party gegen Rechts

22.03.2009 | 19:41 Uhr

Von Mirja Zipfel Wenn junge Menschen am Wochenende in die Disko gehen, wollen sie feiern, tanzen, Spaß. Auf Neudeutsch: Clubbing.

Den 27. März sollten sie sich vormerken, denn im „zuHouse-Club” an der Hövelstraße steht der Abend unter einem besonderen Motto: Zum „Clubbing gegen Rechts” ruft die Dortmunder Bezirksschülervertretung auf. Bekannte DJs wie „Ganjaman”, Marshall Artz und Ede Whiteman, legen auf dem Gelände der ehemaligen Thier-Brauerei auf. Der Erlös geht an Schulen, die sich im Kampf gegen Neonazis und Faschismus stark machen.

Dass Rechtsradikalismus ein gesellschaftliches Problem ist, belegen viele wissenschaftliche Studien. So ergab die jüngste Umfrage der Bertelsmannstiftung, dass bis zu 40 Prozent aller Menschen in den alten Bundesländern und bis zu 50 Prozent in den neuen fremdenfeindliches Gedankengut hegen. Traurige Realität auch an Schulen. „Wir beobachten eine zunehmende Gleichgültigkeit”, sagt Yinka Aranmolate von der Bezirksschülervetretung. Sei es aus Spaß oder mangelnder Aufklärung: Die Motive Jugendlicher, sich fremdenfeindlichen Gruppierungen anzuschließen, sind vielfältig. Sorgen bereitet der Schülersprecherin die aggressive Verteilung von Flugblättern autonomer Nationalisten an Schulen und öffentlichen Plätzen. Gut getarnt, in der Aufmachung der Linken, sind die Rechten immer weniger auf den ersten Blick zu erkennen. „Unter der sozialen Attitude des Kümmerns treten sie an potentielle Mitglieder heran”, weiß Hartmut Anders-Hoepgen von der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. Daher freue er sich, dass es viele Jugendliche gibt, die Fremdenfeindlichkeit nicht

hinnehmen wollen.

Karten im Edwards (Bügerhalle). VVK: 5 Euro; AK: 7 Euro.

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Kommentare
24.03.2009
16:26
Party gegen Rechts
von khecki | #10

Jede, aber auch wirklich jede Gelegenheit muss genutzt werden um diese braune dumpfe verdummte Brut zu zeigen, dass man Sie beobachtet und etwas dagegen tut.
Die Dumpfbackenfrage stellt sich eigentlich nur für die, die nichts tun.

24.03.2009
12:29
Party gegen Rechts
von jcm | #9

@dr.fäk...
Was hat eine Party gegen rechts mit der sozialen Not mancher Mitmenschen zu tun? Welthungerhilfe wird dann auch noch ins Spiel gebracht - ne Nummer kleiner gehts nicht, oder was?
Wer hier permanent Äpfel mit Birnen vergleicht, um eine begrüssenswerte Initiative zu desavoiren, dem geht es nicht um die Sache! Zumal: der Erlös der Veranstaltungen geht an die Schulen, die sich mit dem braunen Dumpfbacken-Terror intensiv auseinander setzen!

Und bevor sie jetzt auf den Trichter kommen, das Geld wäre bei Bedürftigen besser angebracht: mehr als ein Almosen wäre das nicht! Angesichts der Gierschlunde, die uns alle in eine beängstigende Krise gestürtzt haben, muss die Forderung lauten: Die Zeit der Almosen ist vorbei!
Erste Gelegenheit, auch diese Forderung öffentlich zu machen, sind die Demos am 28.3. in Berlin und Frankfurt.

23.03.2009
18:15
Party gegen Rechts
von drFake | #8

@6

Jcm hat es nicht verstanden oder will oder kann es nicht verstehen. Niemand hat gesagt, daß Familien am Rande des Existenzminimums ohne die Veranstaltung mehr Geld zur Verfügung hätten. Wie denn auch?

Analog zu Gala-Diner für die Welthungerhilfe - das gab es tatsächlich, ist Party gegen Rechts eher wirkungslos und angesichts der sozialen Not mancher Menschen vielleicht auch unangepasst .....

Aber bitte: Wer glaubt, daß demokratisches oder linkes Saufen, Musik und Feiern gegen Rechts hilft, der soll es halt tun .... Allerdings stellt sich dann auch hier die Dumpfbacken-Frage.

23.03.2009
17:09
Party gegen Rechts
von jcm | #7

@#5
Ahh ja... Also, mit anderen Worten: würde nicht gegen rechts gerockt, hätte die Familie genügend Geld!
Ja, nee, iß klah...
JEDE Aktion gegen dumpfbackigen Nationalismus (und Dumpfbacken hat das Bildungssystem der letzten sagen wir zwei Jahrzehnte reichlichst hervor gebracht!) ist eine gute!

23.03.2009
15:06
Party gegen Rechts
von ullrich1967 | #6

wow feiern gegen rechts.....

welch ein aktionismus saufen und feiern gegen rechts während eine straße weiter eine familie an der armutsgrenze lebt und nicht weiss von was sie sich lebensmittel kaufen soll.....

23.03.2009
14:57
Party gegen Rechts
von M.Böhm | #5

Es ist doch was von klar, dass sich auch hier die NPD nicht lassen kann und hier Werbung für ihr beschissende Partei machen muss. Und dann kommt direkt der nächste Kommentar, dass es nichts bringt?!
Das ist nicht lache!!! Jeder/Jede die an diesem Abend auf dieser Veranstaltung ist, macht deutlich, dass wir so ein Gedankengut nicht in Dortmund haben wollen!!!
Ich bin dabei!

23.03.2009
14:08
Party gegen Rechts
von NPD Dortmund | #4

http://www.youtube.com/watch?v=3tyRehMCLb4

23.03.2009
10:31
Party gegen Rechts
von drFake | #3

Die aktuellen Veröffentlichungen des Bundesministers des Inneren zu Fremdenfeindlichkeit und Mitgliedschaft Jugendlicher in Rechten Organisationen sind mehr als bedenklich.

Ob da eine Party gegen Rechts hilft, ist mehr als fraglich.

Die Frage nach den Ursachen für diese Entwicklung wird ausgeklammert. Mehr und mehr Jugendliche leben mit durchaus berechtigten Zukunftsängsten und der Angst sozialer Deklassierung, erleben nun die Auswirkungen der kapitalistischen Globalisierung und sehen die Folgen einer mißratenen Integrationspolitik.

Da wundert mensch sich dann über politische Auswirkungen?

23.03.2009
09:41
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #2

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23.03.2009
08:52
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #1

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