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Panda-Jungtiere ziehen um

08.04.2011 | 13:36 Uhr
Nach der Überwinterung im Winterquartier bezogen die kleinen Panda am Freitag, 8. April 2011, wieder das Außengehege im Dortmunder Zoo. Die Geschwistertiere (Männchen und Weibchen) bekamen als erstes leckeren Bambus als Futter. Foto: Franz Luthe
Nach der Überwinterung im Winterquartier bezogen die kleinen Panda am Freitag, 8. April 2011, wieder das Außengehege im Dortmunder Zoo. Die Geschwistertiere (Männchen und Weibchen) bekamen als erstes leckeren Bambus als Futter. Foto: Franz Luthe

Zwei kleine Pandas bezogen am Freitag im Dortmunder Zoo ihr neues Außengehege.

Lange waren die beiden im Juni letzten Jahres geborenen Kleinen Pandas für die Besucher nicht zu sehen, denn sie wurden in einem Gehege „hinter den Kulissen“ von den Tierpflegern von Hand aufgezogen. Dies war leider unumgänglich, da die Mutter Shaiming plötzlich verstarb, und der Panda- Vater Tiang Ming, wie die meisten Panda-Männchen, mit der Aufzucht der Jungtiere nichts zu tun haben wollte.

Glücklicherweise waren die beiden Kleinen Pandas schon so alt, dass sie zusätzlich zur Milch auch feste Nahrung zu sich nehmen konnten. Dies erleichterte die Aufzucht durch die Tierpfleger, und vergrößerte die Chancen der Kleinen, auch ohne Mutter zu überleben, enorm.

Kleine Pandas ernähren sich wie ihre großen Namensvetter, hauptsächlich von Bambus, aber auch von Früchten, Samen, Beeren, Wurzeln und tierischer Kost. Obwohl sie zu den Raubtieren gehören, ist ihr Gebiss sehr stark an das Fressen von hartem Pflanzenmaterial angepasst.

Pandas leben in den Hochgebirgswäldern Nepals, Indiens, Bhutans und Südchinas bis auf eine Höhe von 4800m. Sie sind durch ihr dichtes Fell gut an kalte Temperaturen angepasst. Aufgrund seiner kupferroten Fellfarbe wird der Kleine Panda auch Roter Panda und in China Feuerfüchschen genannt.

Trotz des kulturellen Ansehens des Kleinen Pandas als Wappentier, ist er in seinem Verbreitungsgebiet durch Lebensraumverlust, Jagd und Handel stark bedroht. Seit 2008 wird der Kleine Panda auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion als „gefährdet“ eingestuft, dass ein Jagd- und Handelsverbot mit einschließt, denn nach Schätzungen gibt es mittlerweile weniger als 10.000 Kleine Pandas im Freiland.

Der Zoo Dortmund unterstützt den Natur- und Artenschutz auf der ganzen Welt, so auch das Panda Freilandprojekt des WWF in der Provinz Sikkim im Norden Indiens. Um auf die Situation des Kleinen Pandas aufmerksam zu machen, beteiligt sich der Zoo Dortmund am Kleinen Panda Tag (Red Panda Day) der weltweit zeitgleich in verschiedenen zoologischen Einrichtungen stattfindet. Der Kleine Panda Tag findet im Zoo Dortmund am 17.09.2011 mit vielen Aktionen rund um den Kleinen Panda statt. Es gibt eine Panda Ranger Rallye, eine Panda Taufe und viel Interessantes für Groß und Klein zu entdecken.

DerWesten

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