Offizielle BVB-Meisterfeier startet am 13. Mai um 18.09 Uhr mit Autokorso durch Dortmund

So schön war die Meisterfeier 2001 in Dortmund: Auch in diesem Jahr gibt es am 13. Mai wieder einen BVB-Autokorso rund um den Borsigplatz.
So schön war die Meisterfeier 2001 in Dortmund: Auch in diesem Jahr gibt es am 13. Mai wieder einen BVB-Autokorso rund um den Borsigplatz.
Was wir bereits wissen
Nach der Party ist vor der Meisterfete: Ausgenüchtert informierten Borussia Dortmund und die Stadt über die nächsten Feiern in der deutschen Fußballhauptstadt. Am Pokalfinal-Wochenende startet der Autokorso am 13. Mai um 18.09 Uhr und führt vom Borsigplatz zum U-Turm. Außerdem gibt es Public Viewing.

Dortmund.. Abgedroschen, aber wahr: Nach der Party ist vor der Feier. Nachdem nun der achte Meistertitel für Borussia Dortmund feststeht, kann der BVB gemeinsam mit der Stadt und sonstigen Ordnungsbehörden die nächsten Etappen planen. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Rathaus informieren am frühen Montagnachmittag die Verantwortlichen die Öffentlichkeit über ihre Pläne für Samstag, 5. Mai (letzter Bundesligaspieltag mit einem Heimspiel gegen Freiburg), 12. Mai (Public Viewing zum Pokalfinale) und 13. Mai (Titelfeier in der Stadt nach der NRW-Landtagswahl).

Der Autokorso startet an Muttertag, 13. Mai, um 18.09 Uhr nach Schließung der Wahllokale vom Gelände der Westfalenhütte. Gegen 19.09 Uhr soll er nach eineinhalb Runden den Borsigplatz passieren und dann über Oesterholzstraße, Weißenburger Straße, Geschwister-Scholl-Straße die Innenstadt ansteuern. Über den Ostwall, Südwall, Hoher Wall und Hiltropwall geht's in die Rheinische Straße dem Ziel am Dortmunder U entgegen, das nach 4,6 Kilometern erreicht werden soll. (Die genaue Korso-Strecke gibt es als PDF-Datei rechts als Download). Der Autokorso endet um 22.09 Uhr,s o die Planung. Es wird keine Abschlussfeier auf einer Bühne geben. Wie 2011 werden die Sicherheitsbehörden die Menge auf dem Borsigplatz aus Sicherheitsgründen begrenzen, Zufahrtswege werden je nach Überfüllung gesperrt.

Der BVB rechnet mit 200.000 bis 250.000 Fans in der Stadt, die dem möglichen Double-Gewinner einen rauschenden Empfang bereiten könnten. Alle Verantwortlichen des BVB und der Stadt appellieren: „Geht bitte erst wählen und dann feiern." Borussias Profis landen nach dem Pokalfinale in Berlin am Samstag (Anstoß ist um 20 Uhr) im Laufe des Sonntags am Flughafen Dortmund, ehe sie sich auf den abendlichen Umzug vorbereiten. Problem: Durch die Messe „Hund & Heimtier“ sind die Westfalenhallen und somit auch die B1 belegt, sodass der BVB-Truck „nur“ in der Innenstadt kreiseln kann.

Meister-Truck wie 2011 vorne weg - Fragezeichen um Korso auf A2

Der Fahrzeug-Konvoi wird nach jetzigem Stand wie im vergangenen Jahr aus dem rund zehn Meter langen Meister-Truck, einem Begleitfahrzeug für Medienvertreter und sechs weiteren Fahrzeugen bestehen. Die Spitze wird die Polizei bilden, als sogenannter „Besenwagen" fungieren EDG und Tiefbauamt mit ihren Einsatzfahrzeugen. Möglicherweise wird es zudem einen Korso auf der A2 von Berlin nach Dortmund geben. Nähere Details nannte Christian Hockenjos, Organisations-Direktor beim BVB, aber nicht.

Für den 13. Mai gilt auch wieder ein Glasverbot - ob dies an den anderen Tagen auch ausgerufen wird, ist noch nicht sicher, sagte Ordnungsamtsleiter Ingo Moldenhauer. Die Schausteller werden den Autokorso auf Leinwänden in der Innenstadt übertragen. Da der WDR in diesem Jahr durch die Landtagswahl gebunden ist, werden BVB und Stadt die Bilder mit Hilfe eines externen Unternehmens selbst produzieren. Die Aufnahmen gibt's u.a. als Livestream im Internet. Dazu wird es ein Fest im Hoesch-Park geben, "als Highlight für die Nordstadt", so ein Stadtsprecher.

Public Viewing

Am 5. Mai wird rund um das BVB-Heimspiel gegen Freiburg der Bereich vor dem seit langem ausverkauften Stadion aus Sicherheitsgründen während des Spiels und der Übergabe der Meisterschale komplett gesperrt. (Eine Übersicht gibt es als PDF-Datei rechts als Download.) In der Innenstadt soll es ein „schwarz-gelbes Familienfest" geben, die Schausteller organisieren ein dezentrales Gastronomie-Angebot.

Als „Auffanglösung" im Rahmen des Sicherheitskonzeptes werden die Westfalenhallen auf Wunsch der Stadt und auch der Polizei am 5. Mai ab 13 Uhr ein kostenloses Public-Viewing auf einer Großbild-Leinwand für „unversorgte" Fans anbieten. Voraussetzung: DFL und Sky gestatten - wie im 2011 am letzten Heimspiel gegen Frankfurt - auch dieses Mal die Übertragung. Die Anfrage läuft. Zunächst werde die Halle 1 und bei Bedarf später auch die Halle 4 geöffnet. Maximales Fassungsvermögen damit: 18.000 Menschen. Es muss damit gerechnet werden, dass diese Plätze schnell belegt sind. Mit Lautsprecherdurchsagen werde darauf frühzeitig hingewiesen. Damit die Feierlaune nicht getrübt wird, raten die Veranstalter dringend, all dem zur eigenen Sicherheit aus dem Weg zu gehen.

Großbildleinwände zum Pokalfinale in der City

Ein Public Viewing am 5. Mai wird es „nur" in den Westfalenhallen geben, nicht auf dem Friedensplatz, dem Hansaplatz und an der Reinoldikirche. Im Rahmenprogramm sorgen DJ Frank Neuenfels, die Sänger Kasche Kartner und Daniel Gogolla, Sängerin Dani sowie die Tänzerinnen der Golden Dance Sensation und der Enchaining Dancers für die richtige Einstimmung.

Eine Woche später wird auch das Pokalfinale am 12. Mai kostenlos in den Westfalenhallen gezeigt, Einlass ist voraussichtlich ab 18 Uhr. Wegen der Messe „Hund & Heimtier" ist die Kapazität auf 12.000 Besucher begrenzt. Im Moment wird davon ausgegangen, dass das Spiel zusätzlich auf mehreren kleinen Leinwänden live übertragen werden kann. In der Innenstadt werde sich das Angebot am 12. Mai dem vom 5. Mai weitgehend ähneln. Im Moment wird davon ausgegangen, dass an diesem Tag auch dort das Spiel in Berlin dezentral auf mehreren kleinen Leinwänden live übertragen werden kann. Das könnte für BVB-Fans, die keine Eintrittskarte für die Partie gegen die Bayern im Berliner Olympiastadion erhalten haben, umso reizvoller sein, da es in der deutschen Hauptstadt keine Fanmeile oder ein Public Viewing geben wird. Die Schausteller laden für beide Tage zum „schwarz-gelben Familienwochenende" ein. Details stehen aber noch nicht fest.

Viele Fragezeichen

Das Sicherheitskonzept ist nach Angaben von Michael Stein, Einsatzleiter Polizei Dortmund, ebenfalls noch nicht endgültig abgestimmt. Auch nach Abgaben der Stadt gibt es „noch kleine wie große Fragezeichen". Am 5. Mai werde die Polizei mit 1000 Einsatzkräften vor Ort sein. Falls sich Fans ohne Eintrittskarte vor dem Stadion aufhalten, müsse man die Fläche rund ums Stadion „notfalls räumen", so Stein.

Einen Engpass kann es am 13. Mai bei der Abreise am Hauptbahnhof wegen des am späten Sonntagabend ausgedünnten Fahrplanes geben. Die Gespräche mit der Bahn über zusätzliche Züge laufen noch. Wer also mit dem Zug anreist, sollte sich rechtzeitig über Rückreisemöglichkeiten informieren und sich auf längere Wartezeiten einstellen. Die Innenstadt wird auch während des Autokorsos grundsätzlich erreichbar bleiben. Mit Absperrungen muss, abhängig vom Fortkommen des Fahrzeugkonvois, allerdings zeitweise und punktuell gerechnet werden.

Busse und Bahnen am 5., 12. und 13. Mai

Am 5. Mai wird der DSW-Einsatzplan mit zusätzlichen Fahrten in/ab Richtung Signal Iduna Park, der an Heimspieltagen mit Spielbeginn um 15.30 Uhr gewöhnlich gegen 19 Uhr endet, bis 21 Uhr verlängert. Dies gilt für die Stadtbahnlinien U42, U45 und U46. Die Pendelbuslinie zwischen Theodor-Fliedner-Heim und der TU, die Buslinie 450 ab/bis Schanze und die Sonderbusse, die zwischen der Haltestelle Stadion und dem Megastore an der Felicitasstraße verkehren, fahren bis 20 Uhr in dichten Takten. Betriebsschluss im Schienennetz ist zwischen Mitternacht und 1 Uhr. Danach kommt planmäßig der Nacht-Express zum Zuge.

Nach dem Pokalfinale am 12. Mai ist geplant, den Einsatz der Stadtbahnlinien um zwei Stunden zu verlängern, Betriebsschluss im Schienennetz: zwischen 2 Uhr und 3 Uhr.

Für den 13. Mai ist vorgesehen, dass auf den Stadtbahnlinien nahezu komplett Zwei-Wagen-Züge eingesetzt werden (Ausnahme: U44). Ergänzend fahren zusätzliche Bahnen zwischen Dorstfeld und Wambel im 15-Minuten-Takt. Der Nacht-Express, der in Nächten von Sonntag auf Montag gewöhnlich eine Abfahrt um 0.15 Uhr / 0.45 Uhr ab Reinoldikirche hat, wird um zwei Runden verlängert. Die letzten Busse fahren um 2.45 Uhr ab Reinoldikirche.