Obdachloser saß tagelang in altem Bahngebäude fest

In dieser Bahnbaracke hinterm HCC saß der Mann drei Tage lang fest.
In dieser Bahnbaracke hinterm HCC saß der Mann drei Tage lang fest.
Foto: Peter Bandermann
Ein Obdachloser hatte sich in einem Gebäude am Dortmunder Hauptbahnhof schlafen gelegt - und saß drei Tage lang fest. Am Ende hatte er großes Glück.

Dortmund.. Ein 53-jähriger Obdachloser hatte in einem alten Gebäude am Dortmunder Hauptbahnhof sein Nachtquartier aufgeschlagen. Dort legte sich der Mann schlafen und bekam nicht mit, dass die Fenster und Türen mit Holzplatten verriegelt wurden. Der Obdachlose saß drei Tage lang fest - hatte aber unfassbares Glück.

Nach Angaben der Bundespolizei hatte der Mann am vergangenen Freitag (13. Februar) sein Quartier im alten Bahngebäude aufgeschlagen. Der alkoholisierte Mann habe sich dort schlafen gelegt. In der Zwischenzeit wurden die Fenster und Türen des Gebäudes von Handwerkern mit Holzplatten verschlossen. Der 53-Jährige saß in der Zwickmühle. Es führte kein Weg mehr nach draußen.

Zeugen werden auf Klopfgeräusche aufmerksam

Erst am Sonntag (15. Februar) wurden Zeugen auf Klopfgeräusche des 53-Jährigen aufmerksam. Sie alarmierten die Bundespolizei. Beamte überprüften daraufhin das Gebäude und befreiten den Obdachlosen aus seiner misslichen Lage. Der Mann sei sichtlich erleichtert gewesen, heißt es in der Pressemitteilung der Bundespolizei.

Trotz mehrfacher Angebote sich ärztlich untersuchen zu lassen, lehnte der leicht unterkühlte Mann jede Hilfe ab. Eine heiße Tasse Kaffee auf der Bundespolizeiwache nahm er jedoch an.

Unterschlupf für Obdachlose

Ersten Ermittlungen zufolge hatten Arbeiter das ehemalige Bahngebäude gesichert, weil dieses in der Vergangenheit Obdachlosen und Drogenkonsumenten als "Unterschlupf" diente. Volker Stall, Pressesprecher der Bundespolizei: "Es wird wahrscheinlich keine Ermittlungen gegen die Handwerker geben. Das Gebäude ist sehr dunkel. Sie konnten den Mann gar nicht sehen."