OB will EDG-Anteile zu Geld machen
03.03.2008 | 23:30 Uhr 2008-03-03T23:30:00+0100Im Tauziehen mit Regierungspräsident Helmut Diegel um den Dortmunder Doppelhaushalt schlachtet OB Langemeyer ein Sparschwein: die Entsorgung Dortmund GmbH. Die EDG steht seit ihrer Gründung zu 51 Prozent im Eigentum der Stadt. Vermutlich nicht mehr lange.
Für die Ratssitzung am 13. März hat der Oberbürgermeister eine Art Nachtragshaushalt angekündigt. Zuvor hatte Regierungspräsident Diegel „erhebliche kommunalaufsichtliche Bedenken” gegen den im Dezember mit rot-grüner Mehrheit verabschiedeten Doppeletat 2008 / 2009 angemeldet und dem OB untersagt, den Haushalt in Kraft zu setzen, bevor die wesentlichen Zweifel ausgeräumt sind. Um - je nach Bedarf - quasi aus dem Stand heraus zusätzliche Millionen ins geplünderte Stadtsäckel pumpen zu können, will sich OB Langemeyer am 13. März vom Stadtparlament zu einer „Vermögensumschichtung” ermächtigen lassen. Der Rat soll ihm gestatten, zwischen zehn und 25,9 Prozent der städtischen Anteile an der EDG „flüssig” zu machen. Als Käuferin kommt für Langemeyer allein die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW) in Frage. Die Aktiengesellschaft - zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt - hält schon jetzt 49 Prozent der EDG-Anteile. Das Stammkapital der EDG beträgt laut letztem Geschäftsbericht 36 Millionen Euro. Tatsächlich ist der Unternehmensverbund inzwischen aber mehr als 200 Mio Euro wert. Gäbe die Stadt zum Beispiel einen Anteil von zehn Prozent an ihre Tochter DSW weiter, würden im Gegenzug mehr als 20 Mio Euro in ihren Haushalt fließen. Bei Bedarf auch bis zu 50 Mio. Wer weiß schon, auf welche Finanzrisiken die Kommunalaufsicht noch stößt? Eine politische Bewertung dieses „Risikoschirms” wird der Haupt- und Finanzausschuss des Rates am kommenden Donnerstag vornehmen.
19:14
Super! Herr R. Wawziniak - Vergleichen sie ein Dorf mit der größten Stadt des Ruhrgebiets, so einfach kritisiert man etwas....
13:47
Die EDG bleibt praktischin städticher Hand. In jedem Haushalt gibt es Risiken. Wenn es Dortmund dadurch gelingt, eine auch weiterhin die Zuschüsse in die soziale Infrastruktur aufrecht zu erhalten, dann ist es schon gerechtfertigt. In einem Dorf ist die soziale Gemeinschaft eine andere.
Dennoch ist es notwendig in den kommenden Jahren sparsam zu sein. Das Geld muss gezielt eingesetzt werden und eine schwarze Null muss das Minimal- Ziel sein.
11:53
Ende - der - bei der Haushaltskosmetik !
Langemeyers überhebliches Kalkül hat ihn zurück aus seiner Traumwelt geholt. Es verschleiert und verhüllt. Sein überhebliches Kalkül hat ihm eine haushaltspolitische Pleite eingetragen.
So verstohlen, so vorsichtig kündigen sich in der Politik bisweilen Paradigmenwechsel an !
Der Oberbürgermeister ist eine trickreiche Spielernatur mit imponierender Risikobereitschaft.
Einem Dorfbürgermeister würde man ein solches Verhalten nicht durchgehen lassen !
09:40
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09:40
hallo