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NRW-Innenminister Jäger besucht Dortmunder Flüchtlingscamp

NRW-Innenminister Jäger besucht Dortmunder Flüchtlingscamp

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Protest unter Planen und Pavillons: Die syrischen Demonstranten übernachten in der Dortmunder Innenstadt. Foto: Peter Bandermann
Spontan hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) dem Flüchtlingscamp an den Katharinentreppen am Montag einen Besuch abgestattet.

Dortmund. 

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat das Protestcamp syrischer Flüchtlinge in Dortmund spontan besucht. Dabei sagte Jäger den Flüchtlingen seine Unterstützung zu. „Die Verfahren dauern zu lange. Ich werde die Problematik und die Eindrücke von hier mit in die Innenministerkonferenz in Mainz nehmen“, versprach der NRW-Innenminister.

Kurzfristig hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete nach einem anderen Termin in Dortmund zu der Visite entschlossen. Er wolle ein Zeichen setzen und teile die Anliegen der demonstrierenden Flüchtlinge, so der gebürtige Duisburger.

Regierung erkennt Probleme an

Die Flüchtlinge waren erfreut, den Innenminister an ihrem Camp zu sehen. „Es ist gut zu wissen, dass die Regierung unsere Probleme anerkennt und ernst nimmt“, erklärte Fadi Khatib, ein Sprecher der Demonstrierenden. „Die Politiker wissen also auch, dass unsere Familien in Gefahr sind.“

Die Flüchtlinge demonstrieren seit dem 9. Juni dafür, dass ihre Anerkennungs-Anträge schneller bearbeitet werden, damit sie ihre Familien aus den zumeist syrischen Krisengebieten nachholen können. Zunächst campierten sie an der Außenstelle des Bundesamtes an der Huckarder Straße, dann zogen sie an die Katharinenstraße in der Innenstadt.