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Verkaufsoffener Sonntag

Norweger-Pullis bleiben im Laden

02.10.2011 | 16:27 Uhr
Norweger-Pullis bleiben im Laden
Der Dortmunder Westenhellweg und die Thier-Galerie waren am verkaufsoffenen Sonntag gut besucht. Foto: Franz Luthe

Dortmund.Sonntags-Shopping in Flip Flop und T-Shirts. Wann hat es das schon mal gegeben? Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen lockten zum verkaufsoffenen Sonntag zwar viele Tausend Besucher aus nah und fern in die City, doch die Taschen blieben meist leer. Besonderes Magnet für viele: die vor wenigen Wochen eröffnete Thier-Galerie, erstmals überhaupt dabei.

Das Angebot in den Geschäften ist einschließlich der Schaufensterdekorationen vorwiegend herbstlich orientiert und passte so gar nicht zur 25-Grad-Marke auf den Thermometern. Ein (schlechter) Trost: die kühleren Tage lassen garantiert nicht lange auf sich warten. Die zentrumsnahen Parkhäuser von Kaufhof, Hansaplatz/Karstadt und Thier-Galerie meldeten schon früh „besetzt“.

Potthastfest auf dem Alten Markt

Offene Zeltplanen auf dem Alten Markt sorgten beim letzten Tag des traditionellen Pfefferpotthast-Festes für etwas frische Luft für die Köche, Servicekräfte und Besucher. Die Straßencafés waren rammelvoll, auch die Geschäfte füllten sich nach und nach. Mit Rabatten von „10, 20 oder 25 % auf alles“ wurden Kunden angelockt; hier und da auch mal mit einem erfrischenden Gläschen Prosecco.

Was auffiel: etliche inhabergeführter Geschäfte abseits von Westen- und Ostenhellweg hatten geschlossen und genossen selbst das verlängerte Wochenende.

Doch was war bei diesen Temperaturen überhaupt gefragt? „Herbst- und Wintermode eher weniger“, zog Bernd Düvel von der Galeria Kaufhof eine erste Zwischenbilanz: „Denn wer probiert bei 25 Grad schon gerne einen Norweger-Pulli an? Es ist einfach zu warm“.

„Nur wenige Kunden mit Tüten bepackt“

Die Leute, meint Düvel, „machen sich einfach einen schönen Tag in der City und informieren sich“. Ähnlich äußerst sich Peter Erb, Chef vom Karstadt-Haus: „Die Innenstadt ist gut besucht, doch nur wenige Kunden sind mit Tüten bepackt“.

Während in den Textilbereichen eher Flaute herrscht, sieht es in den technischen Bereichen positiver aus: „Kaffeemaschinen zum Beispiel werden von Familien schon gefragt oder zumindest Informationen für eine spätere Anschaffung eingeholt“.

Dortmunds Geschäftsleute sehen in diesem sommerlich-heißen verkaufsoffenen Sonntag nicht den Umsatzbringer und setzen deshalb auf Nachhaltigkeit: „Wenn es in den nächsten Tagen wieder kälter wird, dann wird auch gekauft“, zeigten sich die Befragten optimistisch.

Joachim vom Brocke

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Kommentare
03.10.2011
12:50
Norweger-Pullis bleiben im Laden
von Pase_Lacki | #3

Gut so. Sonntagseinkaufstage sind unnütz und sollten zum Schutz der Mitarbeiter verboten werden, bzw. auf ein gesundes Maß gestutzt werden (z.B. 2 pro Jahr). Wer solche Komsum-Tempel wie die neueröffnete Thier-Galerie besucht, dem ist eh nicht mehr zu helfen und der betätigt sich als Totengräber der Innenstadt. Hauptsache Geiz ist geil.

03.10.2011
11:26
Norweger-Pullis bleiben im Laden
von Sklavenjagd | #2

am besten ist eh das Klauen. Da ist es doch egal wann. Ich klaue das, was grad da ist. Die Zeit für die Verwendung wird schon kommen...

02.10.2011
20:18
Norweger-Pullis bleiben im Laden
von Pauli2005 | #1

So so. Winterware verkauft sich also schlecht im Spätsommer/Frühherbst bei 23 Grad. Vielleicht sollten die Händler endlich mal aufhören, an den Bedürfnissen der Menschen vorbei Ware viel zu früh anzubieten. Winterpullover und gefütterte Anoraks im September, Lebkuchen im August, Osterhasen im Januar. Sandalen muss man im März kaufen weil im Juli schon die Herbstkollektion im Regal steht. Im Februar bei Minusgraden gibt es keine Handschuhe mehr zu kaufen. Das ist einfach verrückt.
Tipp an die Händler: Bietet die Sachen dann an wenn sie benötigt werden, nicht zwei Monate vorher.

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