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Nordstadt-Demo
10.12.2009 | 16:56 Uhr 2009-12-10T04:56+01002500 Bürger haben am Donnerstag gegen die Verhältnisse in der Nordstadt demonstriert. In einem Sternmarsch ging's zum Rathaus.
Prostituierte auf dem Straßenstrich, Heroinspritzen auf dem Kinderspielplatz, Saufgelage im Park – Postkarten mit diesen Motiven schockten vor einem halben Jahr die Öffentlichkeit. Die Initiative "Nordstadteltern" hatten sie an 200 Entscheidungsträger (Oberbürgermeister, Ratsfraktionen, Dezernenten, Amtsleiter, Polizei etc.) verschickt. Die Folge: mediale Aufschreie und eine Flut von offiziellen Stellungnahmen.
Doch längst ist das Interesse abgeflacht. „Bis heute hat sich nichts geändert”, meinte Kirsten Gilakis, Sprecherin der Nordstadteltern, noch vor einigen Tagen enttäuscht. Seit Donnerstagnachmittag dürfte das wieder anders sein: 2500 Anwohner haben gegen die Zustände im Norden demonstriert - mehr, als die Initiative je erwartet hätte.
In einem Sternmarsch ging aus der Norstadt auf dem Wall entlang zum Dortmunder Rathaus, wo die Demo in einer kleinen Kundgebung (leider im Regen...) endete.
„Ein Protestzug gegen die unhaltbaren Zustände in der Nordstadt - vor allem für unsere Kinder”, sagt Kirsten Gilakis, Sprecherin der Initiative. Sie erwartet „mindestens 1000 Teilnehmer”, die von vier Standorten losmarschieren. Auf dem Rathausplatz ist eine Kundgebung geplant.