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JFS Westerfilde

Von Teenager-Disco bis Tonstudio

03.01.2011 | 18:03 Uhr
Von Teenager-Disco bis Tonstudio
Jugend Mengede

Westerfilde.Das alte Jahr war erfolgreich, das neue beginnt schon wieder ereignisreich: Die Jugendfreizeitstätte (JFS) Westerfilde soll auch in 2011 die erste Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Stadtbezirk Mengede bleiben.

„Immer etwas los!“ So oder ähnlich denken die Besucher im Alter zwischen sechs und 17 Jahren über die vielen Stunden, die sie in der JFS verbringen – das wünscht sich zumindest Sonja Carstens vom Jugendamt, wo sie als Fachreferentin für Kinder- und Jugendförderung zuständig ist.

Dabei setzen die Mitarbeiter auf ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, das für Grundschüler genauso wie für Pubertierende spannende Aktionen bietet. Neben dem offenen „Treff- und Kontaktbereich“, in dem die Jugendlichen mit Freunden quatschen oder Billard spielen können, wird auch im neuen Jahr wieder Bewährtes angeboten: Dabei geht es von Beratung und Basteln bis zu Teenager-Disco und Tonstudio.

Die städtische Einrichtung an der Wenemarstraße setzt besonders im Bereich Gesundheit, Ernährung und Sport Schwerpunkte. „Inhaltlich orientiert sich der rote Faden an den Bedürfnissen und Erfordernissen der Kinder und Jugendlichen“, sagt Sozialpädagogin Carstens.

Große Nachfrage

Besondere Höhepunkte aus dem vergangenen Jahr - wie der monatliche Hallenfußball - sind auch im neuen Jahr beliebt: „Die Nachfrage ist so groß, dass es manchmal schon zu Engpässen kommt“. Dazu gab es Kletteraktionen, Streetkick und Rallyes im Stadtbezirk, bei denen Mädchen und Jungen sich „auspowern“ konnten.

Auch das gemeinsame Kochen und Essen ist ein wichtiger Bestandteil der JFS-Kultur: Einmal pro Woche wurde gekocht und gebrutzelt, was Kühlschrank und Einkäufe hergaben. „Hier ging es um Hygiene und Mengenangaben, den Einkauf von günstigen und doch frischen Zutaten, Preisvergleiche, Tischdekorationen und das Erlebnis des gemeinsamen Essens“, sagt Sonja Carstens.

Im Fokus des Jahres 2010 standen die Mädchen. Während eines Projektes beschäftigten sich 20 Projektteilnehmerinnen im Alter von sechs bis 16 Jahren mit den Sozialräumen im Stadtbezirk. „Wo sind wir gerne gesehen?“ „Wo gibt es Angstträume?“ „Was bietet die Umgebung uns Mädchen?“ Das waren nur drei von vielen Fragen, mit denen sie sich auseinandersetzten.

Das Ergebnis war eine informative, farbenfrohe und mit zahlreichen Fotos und Texten gestaltete Ausstellung.

Ein anderer Höhepunkt war die von vielen Besucherinnen gewünschte „Ladys-Night“, bei der nur Mädchen in der Jugendfreizeitstätte übernachten durften. 45 000 Euro stehen für den Bau zur Verfügung, doch die Planungen mit Behörden und Kooperationspartnern sind nicht einfach: „Da lernen die Jugendlichen gleich mal den Umgang mit Ämtern und machen Erfahrung mit gelebter Demokratie“, sagt Sonja Carstens.

DerWesten

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