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Vereinsheim aufgebrochen

VfR Kirchlinde fordert mehr Hilfe von der Stadt

18.02.2010 | 18:17 Uhr

Kirchlinde. So langsam wissen die Verantwortlichen des VfR Kirchlinde nicht mehr, was sie noch machen sollen – nach elf Einbrüchen in ihr Vereinsheim in den letzten fünf Jahren, zuletzt im Januar. Der Schaden ist erheblich. Und von der Stadt komme zu wenig Unterstützung.

Dieser Eindruck hat sich bei Jugendleiter Matthias Mars und Geschäftsführerin Angela Holpert verfestigt. Der letzte Einbruch fand im Januar statt: Die Täter drangen gewaltsam in das Vereinsheim am Bärenbruch ein. Sie kamen durchs Fenster und gingen drinnen mit roher Zerstörungswut zu Werke. Die Vandalen beschädigten Türen und Fenster, verwüsteten die Küche. Und auch diesmal ließen die Einbrecher was mitgehen.

Polizei hat

keine Anhaltspunkte

Wie bei früheren Vorfällen: Trikots, Bälle, Spielerpässe und gelagerte Getränke. Insgesamt sei die Schadenssumme mittlerweile fünfstellig. „2009 ist sechs Mal eingebrochen worden”, klagt Holpert. Das Spiel sei immer dasselbe gewesen: Anzeige gegen Unbekannt, keine Anhaltspunkte der Polizei, Verfahren eingestellt. Der Verein, so Mars, habe intern Geld „zusammengestottert” – etwa für neue Scheiben. „Jetzt können wir es einfach nicht mehr finanzieren.” Angela Holpert: „Von der Stadt kriegen wir nichts. Wir stehen alleine da.” So sei die einzige städtische Maßnahme gewesen, im Eingangsbereich ein Fenster durch Spanplatten zu ersetzen. Aber auch dies sei erst erfolgt, nachdem man den Sport- und Freizeitbetrieben sowie der Städtischen Immobilienwirtschaft wochenlang hinterhertelefoniert habe. Von der letztgenannten Stelle sei jetzt immerhin jemand vor Ort gewesen. Aber auch bei diesem Termin habe die Aussage der Stadt gelautet: Es sei eben kein Geld für weitere Maßnahmen mehr da. Doch weil die Rollladen vor den anderen Fenstern in der Vergangenheit kein Hindernis für Einbrecher gewesen seien, habe der Verein eine Vergitterung vorgeschlagen. Was die Stadt aber ablehne: dies sei auch aus baurechtlichen Gründen nicht möglich – weil dadurch im Notfall Fluchtwege verschlossen würden. Das Engagement der Sport- und Freizeitbetriebe wird grundsätzlich bemängelt. Eine Sprinkleranlage laufe seit langem nicht. Das Training auf dem Rasenkleinfeld sei oft nicht möglich, weil die Stadt darauf beharre, dass das Kleinfeld für jedermann zugänglich sein solle.

Christian Chmel

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