Umzäunungspläne sollen optimiert werden

Schelte von Oberbürgermeister Ullrich Sierau und eine kleine Kostenexplosion: Für den geplanten Bildungs- und Kulturpark Nette im Schulzentrum an der Dörwerstraße müssen alle Beteiligten noch einige Hindernisse aus dem Weg räumen. Wir erklären, welche Probleme es gibt.

Nette.. Am Mittwoch wollen die Beteiligten bei einem erneuten, nicht öffentlichen Ortstermin mit Vertretern der beiden Schulen und der Bezirksvertretung die Hindernisse aus der Welt schaffen.

"Dabei wollen wir nach vorne blicken und nicht mehr zurück. Alles, was schief gelaufen ist, ist beiseite gelegt", schlug SPD-Fraktionssprecherin Gudrun Feldmann in der Dezember-Sitzung der BV ungewohnt sanfte Töne an. Ihren Optimismus nährt ein im Vorfeld geführtes Gespräch der SPD-Fraktion mit den Schulleitern.

Schreiben vom Oberbürgermeister

"Dabei sind auch schon ein Programm und Ideen entstanden", gab sich Gudrun Feldmann geheimnisvoll. Offen auf dem Tisch lag indes das Schreiben von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der die niedrige Höhe der Einfriedung bis 1,60 Meter nicht für einen ausreichenden Schutz vor Vandalismus hält und somit seiner Meinung nach nicht dem Schülerwillen entspricht.

Im städtischen Haushalt, so Ullrich Sierau, seien deshalb keine Mittel eingeplant. Das wiederum stellt ein großes Problem für die Finanzierung dar, denn die bisherigen Planungen für die Umzäungen übersteigen mit Gesamtkosten von 64 000 Euro erheblich die von der BV bereitgestellten Mittel in Höhe von 45 000 Euro.

Teuerster Posten in der Aufstellung ist ein elektrisches Schiebetor, das allein 32 000 Euro verschlingt. Darüber und auch über die variierenden Zaunhöhen (zwischen einem und 1,60 Meter) werden die Vertreter der Schulen und Politik sprechen - allerdings ohne Planer Heiko Just, der keine Einladung erhalten hat.

"Runde der Vernunft"

Auch Ullrich Sierau wird nicht nach Nette kommen. Im Telefonat mit der Stadtteil-Redaktion gab sich Christel Stegemann, Rektorin der Albert-Schweitzer-Realschule, zuversichtlich. Sie glaubt an eine "Runde der Vernunft" und somit daran, eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden. Schließlich seien alle daran interessiert, nach fast siebenjähriger Planungsarbeit, davon sechs Jahre am Runden Tisch, endlich mit der Realisierung des Bildungs- und Kulturparks zu beginnen.