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Supermarkt soll Versorgung sichern

11.10.2012 | 18:38 Uhr
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Supermarkt soll Versorgung sichern
Neue Verwendung für das Gebäude der ehemaligen Fruchtbörse Bodelschwingh. Mit im Bild: Burkhard Dohmann (SPD).Foto: Kevin Schrief

Bodelschwingh. Mitte Juni schloss die Fruchtbörse Limberg in Bodelschwingh für immer ihre Pforten. Für die Bürger vor Ort begann damit eine heikle Angelegenheit. Um frische Ware einzukaufen, sind sie gezwungen, in Nachbarorte zu fahren. Das ist umständlich. Und kostet Zeit. Die Situation wird sich aber spätestens im dritten Quartal des nächsten Jahres spürbar entschärfen. Dann nämlich soll ein neuer, moderner Vollsortimenter am früheren Fruchtbörse-Standort an der Bodelschwingher Straße 147 eröffnen.

Genehmigungsverfahren läuft

Karin Böhle, Geschäftsführerin der Limberg GmbH, verwaltet die Immobilie. Gestern zeigte sie sich auf Anfrage unserer Zeitung zuversichtlich, dass in Kürze alles in trockenen Tüchern sei. „Wir sind zurzeit schwer aktiv und haben einen entsprechenden Umbauantrag gestellt. Das Genehmigungsverfahren bei der Stadt Dortmund läuft. “

Das alte Fruchtbörse-Gebäude steht vor einem massiven Umbau. Ein schmucker Eingangsbereich ist in Planung, ebenso eine Anlieferungsrampe, die seitlich errichtet werden soll. Dazu ist eine neue Möblierung vorgesehen. Auch die Außenanlagen (Beete) werden aufgehübscht. Die reine Verkaufsfläche wird um 50 auf dann rund 1200 Quadratmeter ausgebaut. Zudem sollen die ausreichend vorhandenen Parkplätze neue Markierungen erhalten.

Mit der Ansiedlung des neuen Supermarktes, der rund 2,5 Millionen Euro kosten wird, will Geschäftsführerin Karin Böhle „die Nahversorgung für die Bodelschwingher Bürger für die nächsten 20 Jahre sicherstellen“.

Bodelstunde als neue Anlaufstelle für Bürger

Die Bodelstunde soll zum einen dazu dienen, dass die SPD-Politiker Auskünfte über ihre Arbeit und gegenwärtige Planungen geben können.

Vor allem aber sollen die Menschen in Bodelschwingh eine Anlaufstelle erhalten, bei der sie Kritik und Anregungen äußern, auf Missstände aufmerksam machen und Vorschläge unterbreiten können. Die Bodelstunde findet am letzten Montag eines Monats ab 18 Uhr in Hürsters Kochwerkstatt, Schloßstraße, statt.

Besagte Nahversorgung sah und sieht die Bodelschwingher SPD für die Bevölkerung vor Ort gefährdet. Deren Vorsitzender Burkhard Dohmann gab gestern unserer Zeitung eine Zustandsbeschreibung: „Wir haben im Augenblick nur noch Aldi und Lidl im Ort. Was uns dringend fehlt ist ein frischer Fisch-, Käse- und Gemüse-/Obst-Bereich. Keine Frage: Nach Schließung der Fruchtbörse haben sich die Einkaufsmöglichkeiten für die Menschen in Bodelschwingh, aber auch in Westerfilde deutlich verschlechtert.“ Für den SPD-Politiker wäre der alte/neue Fruchtbörse-Standort für einen neuen Supermarkt geradezu ideal. Viele Bürger könnten den Vollsortimenter fußläufig erreichen. Darüber hinaus sei er über den ÖPNV verkehrsmäßig bestens angebunden.

Frischware fehlt

Eine funktionierende Infrastruktur plus Nahversorgung - das sind die Zukunftsziele des Bodelschwingher SPD-Ortsvereinschef. Dafür kämpft er. Überdies will er den Kontakt zu den Bürgern weiter vertiefen. Helfen soll dabei eine neue Form des Dialogs. Die hat der Ortsverein im Rahmen einer Klausurtagung in Schwerte jüngst ins Leben rufen. Die sogenannte Bodelstunde. Was steckt dahinter? Einmal im Monat, erklärt der Genosse, stünden Vertreter des Ortsvereins, primär aus dem Vorstand und Bezirksvertretern , für Diskussionen und Gespräche zur Verfügung.

Norbert Jacobs

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