Straßenbahn-Oldtimer kommt ins Museum

Wieder zu Hause! Nach mehr als 20 Jahren in Hannover kehrte am Freitag die Straßenbahn mit der Nummer 304 zurück nach Dortmund. Mit 62 Jahren beginnt für den Triebwagen das mittlerweile vierte Leben. Wir blicken zurück - und zeigen ein Video von der Ankunft im Nahverkehrsmuseum Mooskamp.

Nette.. Die vier Stationen der Straßenbahn:

1.:1953 kaufte die Stadt Dortmund sechs Triebwagen von der Duewag (Düsseldorf Waggonfabrik), heute Siemens. Dortmunder fuhren so erstmals mit Straßenbahnen, die mehr als zwei Achsen hatten. "Die Wagen fuhren so ruhig, sie bekamen den Spitznamen Sambawagen", berichtet Mooskamp-Mitglied Helmut Bauer (82). Bis Ende der 70er-Jahre verrichtete die Bahn ihren Dienst, bis der U-Bahn-Bau begann. Weil es in den Tunneln noch keine Oberleitungen gab, basteln die Mitarbeiter des Straßenbahndepots aus der 304 ein Baufahrzeug.

2.:Der Wagen bekam einen zweiten Fahrstand, einen leuchtend orangenen Anstrich und einen Dieselmotor mit Generator. So konnte die Straßenbahn ihren eigenen Fahr-Strom produzieren.

3.:Als sie einen moderneren Nachfolger bekam, griff das Straßenbahnmuseum Hannover zu, auf der Suche nach einer Rangierlok.

4.:Im Museum Mooskamp gibt es ebenfalls keine Oberleitungen. Die Straßenbahnen müssen Generatoren mit sich führen, um Strom zu bekommen. Deshalb hat die Rückkehr der 304 auch strategische Gründe. Aber jetzt liegen vor den Mooskamp-Mitarbeiter erst einmal zwei Jahre Restaurierung, damit Nr. 304 in altem Glanz in ihr viertes Leben starten kann.

Das Video zeigt die Rückkehr am Freitagmorgen: