Steinmeier zurückgetreten - "Will meine Partei nicht weiter belasten"

Der Dortmunder SPD-Ortsvereinsvorsitzende Heinrich Steinmeier ist zurückgetreten. Weil er einem Stadtmitarbeiter im Streit um Sozialleistungen SS-Methoden vorgeworfen hatte, war der Politiker in die Kritik geraten. Jetzt zieht der 66-Jährige selbst die Konsequenzen.

Bövinghausen.. Wie erst am Freitagmorgen (23. Januar) bekannt wurde, ist Heinrich Steinmeier auf einer Vorstandssitzung am Montag von seinem Amt als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bövinghausen zurückgetreten. Steinmeier war Ende vergangenen Jahres in die Kritik geraten, als er einem Stadtmitarbeiter im Streit um Sozialleistungen SS-Methoden unterstellt und sich in einem Wut-Brief auch bei Oberbürgermeister Ullrich Sierau beschwert hatte.

Geldstrafe von 1200 Euro

Der Hintergrund: Das Sozialamt wollte seiner 92-jährigen, bettlägerigen Schwiegermutter kein Sky-Abo finanzieren, damit sie BVB-Spiele gucken könne.Die Beleidigung des Stadtmitarbeiters kam Steinmeier teuer zu stehen: Ein Gericht verurteilte den 66-Jährigen zu einer Geldstrafe von 1200 Euro. Selbst im Prozess hatte sich Heinrich Steinmeier nicht bei dem Sachbearbeiter der Stadt entschuldigt.

Steinmeier hat angekündigt, trotzdem Parteimitglied der SPD bleiben zu wollen. Der Vorstand des SPD-Unterbezirks in Bövinghausen wollte sich nach Bekanntwerden des Urteils ebenfalls mit dem Wut-Brief des 66-Jährigen befassen. Hier hätte ihm im schlimmsten Fall der Parteiausschluss gedroht. Inwiefern dieses Verfahren fortgeführt wird, ist noch unklar.