Sprachliche Barrieren abbauen
24.08.2010 | 17:32 Uhr 2010-08-24T17:32:00+0200
Nette. Adel Rapoport (79) kam vor zehn Jahren aus der Ukraine nach Deutschland – ebenso wie Lilia Krycherska (77). Beide leben in der BuRiAd-Siedlung. Früher, in ihrer alten Heimat, waren sie selbst als Sprachlehrerinnen tätig. Heute drücken sie noch einmal die Schulbank.
Als die beiden Nachbarinnen hörten, dass die Auslandsgesellschaft Deutschland mit der Deutschen Annington (DA) kostenlose Deutschkurse anbietet, haben sie sich angemeldet. Zwar können sie sich schon jetzt in deutscher Sprache verständigen, aber in manchen Alltagssituationen hapert es noch. „Ich bin sehr zufrieden über die Möglichkeit“, so Adel Rapoport. Und schon nach der ersten Sitzung lobt sie die junge Dozentin Christine Achdjian: „Sie macht das sehr gut“, findet Rapoport, die vor einem Jahrzehnt mit ihrer Familie einreiste. „Sie ist jung, mit viel Energie“, sagt auch Lilia Krycherska über die Lehrerin. Krycherska kam damals mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ehemann nach Nette.
Weil die beiden Seniorinnen früher selbst mal Englisch unterrichteten, kann sich Christine Achdjian durchaus was einbilden auf das Lob. Achdjian, Lektorin, bildet sich derzeit zur DAZ-Dozentin (Deutsch als Zweitsprache) weiter und gibt als Honorarkraft ihren ersten Kurs. Im Frontalunterricht und in Rollenspielen soll den gut 20 Schülern aus acht Nationen (Alter: 20 bis 80 Jahre) vermittelt werden, wie man sich im Alltag verständigt – beim Arzt, in Geschäften, auf Ämtern oder Reisen.
„Das fängt bei Lautsprecherdurchsagen auf dem Bahnhof an“, nennt Achdjian Beispiele, wo Sprachdefizite ärgerlich werden können. Dasselbe gilt für Missverständnisse in der Kommunikation – oder wenn Formulare falsch ausgefüllt wurden. Der Eindruck der Dozentin: Alle, die hier sitzen, seien „Feuer und Flamme“, an ihren Schwächen zu arbeiten. Und: „Das sind alles sehr nette Leute.“ Das Niveau der Deutsch-Kenntnisse variiert allerdings stark, sodass zwei Lerngruppen gebildet werden. Diese werden zweimal die Woche insgesamt je 40 Unterrichtsstunden absolvieren – und hierfür auch gratis mit Lehrmaterialien ausgestattet (Niveau A1, orientiert am europäischen Referenzrahmen).
Natürlich soll der Kurs auch ein Stück dazu beitragen, dass Sprachbarrieren im nachbarschaftlichen Miteinander abgebaut werden. Und daran hat die Annington, der in der Siedlung über 600 Wohnungen gehören, ein Interesse. „Wir wollen damit die Integration in die Haushalte bringen“, sagt Robert Stellmach (DA). Als Unternehmen, so Pressesprecherin Katja Weisker, sei man „auf verschiedenen Ebenen aktiv“ und habe immer auch soziale Projekte gefördert. Der Sprachkurs sei ein „Pilotprojekt“. Dies müsse auch im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen in Sachen Wohnqualität gesehen werden. „Das ergänzt sich“, meint Weisker. Und Marc Frese (Auslandsgesellschaft Deutschland) betont: „Die Deutsche Annington war das einzige Wohnungsunternehmen, das wir für diese Initiative gewinnen konnten.“ Auch er ist sicher: „Das wird die Nachbarschaftsstruktur hier verbessern.“
12:35
Bekommt das erst einmal selbst hin, ihr Maulhelden: mit beinahe 80 sich noch an nen Schreibtisch klemmen und die Sprache perfektionieren.
Könnte euch nicht schaden. Und vielleicht liest man ja auch irgendwann mal ein Buch, das den dunkelbeigen Müll aus dem Hirn fegt.
10:31
benno sollte erst einmal wissen, was er schreibt. wenn man keine Ahnung hat und sofort die Nazi-Keule rausholt, hat er keine Ahnung, worum es geht1
21:32
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11:13
Ein HURRA auf die Deutsche Annington. Ein Beispiel: Das russische Maklerbüro (neben den Unterrichtsräumen der Auslandsgesellschaft) bietet gleichzeitig nur auf russisch!! Wohnraum zu sehr günstigen Konditionen an. Altmieter erhalten Heizkostennachforderungen bis zu 1.800,€, Neukunden können bei der Maklerfirma den gleichen Wohnraum für 333,€ für drei Jahre all inclusiv mieten. So toll integrativ ist die Deutsche Annington. Erst fährt sie die Karre in den Dreck und möchte sich nun auch noch sozialtes Angagement an den Revers heften! Wer da noch drauf reinfällt?
23:33
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