Sportplatz-Sanierung wird zur Hängepartie
13.04.2011 | 19:23 Uhr 2011-04-13T19:23:00+0200
Lütgendortmund.Seit Jahrzehnten hat sich Reinhard Gallen der Politik verschrieben. Eigentlich lässt sich der „alte Polit-Profi“ nicht mehr aus der Ruhe bringen. Doch am Dienstag auf der Sitzung der Lütgendortmunder Bezirksvertretung war alles anders. Da wurde der Fraktionschef der FDP/Bürgerliste fuchtsteufelswild.
Stein des Anstoßes: Die immer noch nicht sanierte Sportanlage des FC Hellweg Lütgendortmund. „Wir haben die Schnauze voll“, grollte Gallen.
Seit vier Jahren, erinnerte der Politiker, sei die Sportstätte weder für den FC Hellweg noch für die beiden umliegenden Schulen benutzbar. „Bereits im November 2009“, so Gallen, „haben wir einen Antrag gestellt. Herr Wienhöfer von den Sport- und Freizeitbetrieben hatte uns auf einer Sitzung seinerzeit zugesichert, der Hellweg-Sportplatz würde auf Kosten der Stadt repariert und das Geld von der ausführenden Firma später wieder eingefordert. Das ist so nicht geschehen. Die Verwaltung geht in diesem Fall sehr arrogant mit der Bezirksvertretung um.“ Oberbürgermeister Ullrich Sierau sollte sich nunmehr der Sache annehmen, damit der Platz endlich wieder bespielbar sei. Es gehe hier schließlich um die Existenz, um die sportliche Zukunft des FC Hellweg. SPD-Fraktionschef Andreas Lieven teilte die Auffassung Gallens nahtlos: „Seit vier Jahren hat sich dort nichts geändert. Es kann nicht sein, dass die Schulen auf dem Platz ihrem Sportunterricht nicht nachgehen können. Der Zustand ist nicht mehr tragbar.“ CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Schröder sprach am Dienstag von „drei Gutachten, die uns vorliegen. Das ist Fakt. Warum der Platz so weich ist, weiß niemand. Und Schuldzuweisungen lassen sich aus den Gutachten auch nicht ableiten.“ Schröder ließ weiter wissen, dass er vor einigen Tagen mit einem „Stadtgrün“-Mitarbeiter gesprochen habe. „Wenn der Frost aus dem Boden ist, wird in den nächsten 14 Tagen wieder nachgebessert. Danach müssen wir abwarten und schauen, ob der Sportverein und auch die Schulen mit der Beschaffenheit des Bodens zufrieden sind“, fasste Schröder den Dialog zusammen. Die Bezirksvertreter wollen nun von der Verwaltung einen mündlichen Sachstandsbericht. Überdies werden die Verantwortlichen aufgefordert, für die Bespielbarkeit der Sportanlage so rasch wie möglich zu sorgen und sie so auszustatten, dass auch auf der Laufbahn wieder Wettbewerbe ausgetragen werden können.
0mitdiskutieren