SPD übt harsche Kritik an Meyer
16.02.2010 | 18:00 Uhr 2010-02-16T18:00:00+0100Marten. Die SPD in Marten ist auf den 2. Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk Lütgendortmund, Frank Meyer, nicht gut zu sprechen.
Ortsvereinschef Walter Horsten gestern zur Stadtteil-Zeitung: „Herr Meyer gibt vor, sich im Vorwahlkampf für Marten zu interessieren. Aber: Das Aufzählen von angeblichen Problemen reicht uns nicht. Lösungen sind vielmehr gefragt.”
Horsten wirft Meyer, der auch Bezirksvertreter der Bündnisgrünen ist, vor, er (Meyer) „liefert nur eine ungeordnete Auflistung einzelner Probleme. Es fehlt eine systematische Analyse der Situation vor Ort. Er klaut unsere Ideen.” Beispiel sei etwa die Umgestaltung der Straße In der Meile: „Diese Idee kam vom SPD-Ortsverein. Nicht von den Grünen. Und somit auch nicht von Herrn Meyer.” Die SPD teilt indes die Ansicht der Grünen, dass es soziale Schieflagen in Marten gibt. So ist der Anteil der Menschen, die von sozialen Leistungen leben und unterstützt werden, sehr hoch. Dazu Horsten: „Besonders viele Jugendliche in Marten leben in prekären Lebenslagen. Dies sind Probleme, die sich nicht kurzfristig mit einzelnen Maßnahmen lösen lassen. Dies ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, auf das die Lokalpolitik leider nur wenig Einfluss hat.” Bereits umgesetzte Maßnahmen im Rahmen des Aktionsplans „Soziale Stadt Dortmund” – wie Schulfrühstück oder Quartiershausmeister – könnten die Umstände mit verbessern helfen, glaubt Martens SPD-Chef: „Diese Umstände aber verschweigt Frank Meyer. Oder er ist über ihre Existenz nicht informiert.” Meyer machte sich in einem Bericht in der Stadtteil-Zeitung u.a. Sorgen um die vielen Leerstände im Ortskern. SPD-Mann Walter Horsten kann diese Sorgen nicht teilen: „Die Laden-Leerstände, die Meyer anspricht, sind doch nicht gravierend. Gegenwärtig haben wir fünf Lokale, überwiegend in Randlagen, die unbesetzt sind.” Auch die Folgen der Hochwasserkatastrophe, ergänzte Horsten, seien beseitigt. Die SPD werde sich in diesem Zusammenhang dafür einsetzen, dass die Vorsorgemaßnahmen, die im Hochwasser-Gutachten vorgeschlagen worden seien, auch umgesetzt werden. Horsten griff überdies das Thema Kriminalität in Marten auf. Während Lütgendortmunds zweiter Bezirksbürgermeister keinen Handlungsbedarf mehr sehe, nachdem die Überfälle auf ein Martener Geldinstitut von der Polizei aufgeklärt werden konnten, findet es die SPD wichtig, in Zusammenarbeit mit der Polizei den Bürgern wieder ein höheres Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Dazu soll es Anfang März einen Runden Tisch geben.
13:05
Wollen wir hoffen, dass nun auch endlich mal was für Marten getan wird. Es besteht ja Konsens darüber, was gemacht werden muss. Nicht nur SPD und Grüne drängen darauf, dass sich was in Marten bewegt. Auch CDU und Bürgerliste wollen Bewegung. Von daher sollte man nun abwarten, welche Konzepte die Verwaltung nun den Politiker vorlegt, die diese in ihrer letzten Sitzung beantragt haben. Wenn die Verwaltung dann aber sagt, es wäre in Marten doch alles nicht so schlimm oder es wäre kein Geld da, dann müssen alle Parteien zusammen sich dafür stark machen, dass trotzdem was gemacht wird. Ich glaube aber, dass dieser gemeinsame Widerstand in der Lütgendortmunder Bezirksvertretung zusammenkommen wird, falls dies erfoderlich ist.
PS: Es ist erstaunlich, welch blühende Fantasie hier manche in Bezug auf Verschwörungen (oder wie sollte man das nennen) oder ähnliches haben. Meine Wahrnehmung ist, dass es zwar einige Missstimmungen zwischen Rot und Grün gibt. Das ist auch berechtigt: Es handelt sich schließlich um zwei verschiedene Parteien. Aber es gibt keine Probleme, die man nicht durch Gespräche aus dem Raum bringen kann. Bei den wichtigen Themen gibt es Konsens, und das ist das wichtigste.
12:02
@bennyundflora
Wenn Sie das Thema denn wirklich so interessiert, warum tragen Sie dann nichts Inhaltliches dazu bei? Solche Kommentare ala Ihr seid alle doof haben wir schon überreichlich hier.
10:18
Wenn man sich auf domap.de die Unterlagen der letzten Bezirksvertretungsliste ansieht, findet man einen Antrag zu dem Thema, den beide Parteien gemeinsam eingebracht haben. Da haben sie sich dann wieder lieb. Niedlich.
08:01
Immer der gleich Mist von immer den selben Leuten. Mit euch (vaikl, r.wawziniak, biggy c und co. verkommt dieses Medium völlig. Ihr schreckt interessierte Menschen nur ab. Und merke: nicht jedes Gerücht stimmt, auch wenn es sich für Sie gut anhört.
01:28
die arme spd, herr meyer klaut ihre ideen, ach, tatsächlich, dann hätten sie sie einbringen sollen. haben sie aber nicht, hinterher zu behaupten, das haben wir uns ausgedacht, und beleidigt sein zählt nicht. Wenn herr meyer schneller war, dann ist er eben besser. fertig.
01:23
@#7
Wer ist denn hier wohl verwirrt, wenn er mich aus Unwissenheit als Blogger tituliert?
Wenn Sie schon dünnhäutige, persönliche Verbalattacken reiten müssen, dann bitte demnächst mit Verstand.
00:51
@ vaikl
Gut, das es Sie gibt, sie Besserwisser, Sie haben es drauf. Sie sind bestimmt schon über 100 Jahre alt, nachdem, was Sie so Alles als Blogger von sich geben. Nun das Alter entschuldigt dann auch so manche Verwirrtheit.
23:14
Zukunft der SPD, Angriff mit dem Dampfhammer, Verschwörungstheorien...
Die letzten Kommentare zeigen sehr exemplarisch, dass es der Lokalpolitik ganz offen nicht mehr um den Ort und die Bürger geht, sondern nur noch um die eigene Existenz als örtliches Lichtlein mit Büttenrede-Erlaubnis.
Wundert euch bitte nicht, wenn in ein, zwei Jahren Niermand mehr eurem Kindergarten hinterher trauert.
23:00
Ich habe mich auch schon mit Herrn Meyer unterhalten, und fand ihn weder unwirsch noch unsortiert.
21:53
Verschwörungstheorien in der Provinzpolitik...
Da kann ja nur Ernst Prüsse seine Hände im Spiel haben.
Aber mal im Ernst: Wer schon mal das Vergnügen hatte, mit Frank Meyer ein Gespräch zu führen, kann verstehen, dass es zwischen SPD und Grünen Missstimmungen gibt. Er ist, um es vereinfacht zu sagen, etwas wirsch und unsortiert.