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Handlungsbedarf

SPD in Westerfilde nimmt Spielplätze unter die Lupe

11.08.2009 | 18:09 Uhr

Westerfilde. Bei ihrem Spielplatz-Check nahm die örtliche SPD die Flächen Odemsloh und Wenemarstraße unter die Lupe. Und beim Gespräch mit den Anwohnern und deren Kindern wurde deutlich: Es gibt Handlungsbedarf - aber auch viele Ideen und positive Entwicklungen.

Erste Station: Spielplatz Odemsloh. Viele Eltern, zumeist Anwohner aus dem Neubaugebiet Am Schlosspark, waren vor Ort. Ihre Kritik: Zu spärlich sei das Angebot für die Kinder, außerdem machten Jugendliche hier abends - vor allem an den Wochenenden - Party und hinterließen Müll und Scherben. „Sonntagmorgens sieht es hier unmöglich aus", beschwert sich Familienvater Carsten Schäfer. Was ihn vor allem ärgert: Auf dem Spielplatz werde nicht nur Alkohol konsumiert, sondern auch Cannabis. Mit den Drogen werde hier auch gehandelt. „Ich habe das der Polizei und dem Ordnungsamt mehrfach gemeldet, aber es tut sich nichts." Andere Eltern bestätigen dies. Ihr Eindruck: Von der Polizei werde das stillschweigend akzeptiert - ebenso wie wildes Grillen auf dem Areal. Zudem gab es Kritik an den Spielangeboten und der Sicherheit der Geräte. So seien die Geländer an der Rutsche unzureichend: „Meine Tochter ist hier schon mal runtergefallen und hat sich verletzt", sagt Anwohnerin Sylvia Terek. Hier müsse dringend was gemacht werden. Ebenso beim Angebot an Spielgeräten: Neben einer Seilbahn fordern Eltern und Kinder unter anderem weitere Schaukeln.

Die Antworten der Westerfilder SPD: „Ein zweiter Basketballkorb und Fußballtore für den Bolzplatz sind bewilligt", erläutert Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar.

Mit diesen Geräten sei jetzt in Kürze zu rechnen. Die Sicherung an der Rutsche werde kurzfristig in die Wege geleitet. Und zu dem Problem der übermäßig feiernden Jugendlichen sagt der junge SPD-Ortsvereinsvorsitzende Horst Wenzel: Ruhiges Zusammensitzen abends, vielleicht auch mal mit Bierchen, sei noch akzeptabel. „Aber Drogen und Müll auf dem Spielplatz - das geht gar nicht." Die geschilderten Sicherheitsprobleme wolle man mit in die geplanten Gespräche mit Polizei und Ordnungsamt nehmen. "Außerdem suchen wir immer wieder selbst das Gespräch mit auffälligen Jugendlichen, um sie zu sensibilisieren", betont SPD-Ratsvertreterin Margot Pöting. Zudem seien die beiden Quartiershausmeister Detlef Borchers und Mario Fliegert (beide waren auch beim SPD-Ortstermin anwesend) häufig hier, um für etwas mehr soziale Kontrolle zu sorgen.

Hierbei werden sie zukünftig auch von drei neuen Spielplatzpaten unterstützt, die Horst Wenzel beim Ortstermin für ein ehrenamtliches Engagement am Ende gewinnen konnte. cc

Christian Chmel

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