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Werkstätten Gottessegen

Spatenstich für Millionen-Projekt

03.10.2012 | 16:18 Uhr
Spatenstich für Millionen-Projekt
Spatenstich Werkstätten GottessegenFoto: Kevin Schrief

Westen.   Baustart für den Neubau einer Zweigstelle der unter anthroposophischen Gesichtspunkten geführten sozial-thearpeutschen Einrichtung der Werstätten Gottessegen, die 100 Menschen mit und ohne Behinderung einen Arbeitsplatz bieten wird.

Erster Spatenstich für Neubau einer Zweig-Werkstatt der in Kirchhörde ansässigen Behindertenwerkstätten Gottessegen auf Gut Königsmühle, zur Schaffung von Arbeitsplätzen für 100 Menschen mit und ohne Behinderung.

Martin Körber lässt normalerweise niemanden im Regen stehen. Denn der sozialtherapeutische Geschäftsführer der Werkstätten Gottessegen auf Gut Königsmühle engagiert sich gemeinsam mit seinem kaufmännischen Kollegen Jens Geerdes und einem Team vieler Mitarbeiter für Menschen, die Unterstützung brauchen. „Tue Gutes und rede darüber“, lautet ein bekannter Spruch. Deswegen hat Körber am Samstagmittag auch viel zu erzählen. Der Wettergott meint es nicht ganz so gut: Während Körbers 20-minütiger Rede öffnen sich die Schleusen am Himmel: Das Publikum wird nass. Der Geschäftsführer, der unter einem Zeltdach steht, redet munter weiter.

Werkstatt gibt Arbeitfür 100 Menschen

Danach greifen die beiden Chefs, unterstützt von Bezirksbürgermeister Bruno Wisbar (SPD), seinen zwei Stellvertretern und weiteren Verantwortlichen, zur Schüppe für den ersten Spatenstich – bevor es mit dem Hoffest für alle weitergeht.

„Wir bauen eine neue Zweig-Werkstatt“, sagt Martin Körber. 100 Menschen mit und ohne Behinderung werden dort später arbeiten. Baubeginn soll nach seinen Worten im kommenden Januar sein. Etwa ein Jahr später – so der Plan – könnten dann die ersten Arbeitsgruppen aus dem Hauptbetrieb von Kirchhörde ins neue Domizil umziehen. Das passt zeitlich nicht ganz so, wie es die Verantwortlichen gerne hätten: „November 2013 wäre der günstigere Zeitpunkt“, betont Körber. „Dann würde die Wartezeit nach Schulende bis zum Berufseinstieg nicht so lange dauern.“

Auf rund drei Millionen Euro beziffern sich die Investitionen. „Der Großteil wird durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe übernommen“, erklärt Geschäftsführer Geerdes. „800 000 Euro steuern wir selbst bei.“ Unterstützt werden die Werkstätten Gottessegen bei der Finanzierung vom Förderverein für das Christopherus-Haus, durch den Freundeskreis „Gut Königsmühle“ und den Verein „Christopherus-Haus“ selbst. „Auch die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich“, freut sich Martin Körber. „Wir bauen auf 11 000 Quadratmetern“, erläutert der Geschäftsführer das Vorhaben. „Das Gebäude mit seinen rund 2000 Quadratmetern wird später verschiedene Arbeitsgruppen im Papierbereich, eine Hauswirtschafts- und Haustechnik-Gruppe beheimaten.“ Ergänzen wollen die Betreuer den Arbeitsalltag durch therapeutische Angebote. Körber: „Dabei ist eine enge Anbindung an die schon im Gut Königsmühle vorhandenen Einrichtungen geplant.“

Schon heute 560 Arbeitnehmeran vier Standorten

Schon heute arbeiten etwa 560 Menschen – mit und ohne Behinderung – an vier Standorten der Werkstätten in Dortmund und Bochum. „Wir bieten 30 Arbeitsgruppen in 24 unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern“, sagt Sozialtherapeut Körber. Dadurch wollen die rund 120 Betreuer erreichen, dass jeder möglichst individuell für einen Beruf qualifiziert wird. „Später können sie dadurch eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben.“

Von Sebastian Schulte



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