Sorge um Flut von Lastverkehr
26.10.2011 | 18:32 Uhr 2011-10-26T18:32:00+0200
Im Westen. Obwohl der neue Containerterminal schon seit 2009 in der Planung steht,sind laut Angaben der SPD Mengede die ersten offiziellen Informationen erst 2011 veröffentlicht worden. Zur Stellungnahme fordern die Bezirkspolitiker Fakten und Zahlen.
Der Termin rückt näher, die Befürchtungen allerdings auch: Zum für 2013 geplanten Containerterminal am Hafenbahnhof stellt sich die SPD Mengede die Frage: Wo bleiben die Zahlen und Fakten zu den Rahmenbedingungen? Wie wird sich der zu erwartende LKW-Verkehr auf das Umland, auf die Umwelt auswirken?
Wasserwege spielen
hier keine Rolle
Nach Angaben der Investorin DSW21 habe der jetzige Standort seine Kapazitätsgrenze erreicht. Um den Logistikstandort Dortmund zu stärken wurde das 70 000 qm große Gelände am Hafenbahnhof als Zusatzstandort auserkoren, als „bimodale Anlage für kombinierte Ladungsverkehre“. Will sagen, dass trotz Hafenlage an dieser Stelle die Containerlasten zwischen den beiden Landwegen Straße und Schiene verfrachtet werden. Die Wasserwege, auf die das Land zunehmend sein Augenmerk richtet, seien hier noch nicht ausreichend ausgebaut, Brücken stünden im Weg.
Während CDU mit „ja“ und Grüne mit „nein“ klar Position zum Projekt beziehen, ist die SPD zu keiner eindeutigen Aussage bereit: „Können wir auch nicht“, so der Mengeder Fraktionssprecher Werner Locker, „uns fehlt dazu ein eindeutiges Umweltkonzept“.
Mit Huckarde sind die Mengeder direkt von den Lastverkehren betroffen. Im Raum stehen große Zahlen – Angaben von 70- und 300 000 zusätzliche Lastwagen kursieren in der Gerüchteküche, keine kann Kristina Rummeld, Projektleiterin bei der DSW21, bestätigen. Aber – das Gutachten zum Verkehrskonzept sei „im letzten Drittel der Bearbeitungsphase“, ohnehin geforderter Bestandteil des Planfeststellungsverfahren. Zur Beruhigung lässt sie aber durchblicken, dass sich im Gutachten „nichts herauskristallisiert, was besonders dramatisch ist“. Vielmehr könne man jetzt schon sagen, dass die Leistungsfähigkeit der Knotenpunkte nicht eingeschränkt würde, so Rummeld. Aber mit den Themen Verkehr und Lärm berühre man ohnehin ein empfindliches, bewegtes Feld, so dass man „in eine grenzwertige Lage“ hineinkomme, weiß Rummeld, denn gerade auf den betroffenen Straßen L 609 oder OWIIIa sei schon jetzt viel los.
SPD will Projekt
nicht verhindern
Was kommt also auf die Bevölkerung zu? Fragen, die vielleicht schon eher hätten beantwortet werden können, denn, so hinterfragt der SPD-Landtagsabgeordnete Armin Jahl, Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr und gleichzeitig Mengeder SPD-Stadtbezirksvorsitzender, das Projekt sei schon seit 2009 in der Planung. Wieso also seien die ersten offiziellen Informationen erst 2011 gekommen?
Man wolle das Projekt auch nicht verhindern, so Locker, aber: Die Rahmenbedingungen müssten stimmen, so beide SPD-Männer unisono. Für die Schaffung von Klarheit beantrage man zur nächsten Bezirksvertretungssitzung einen Vertreter des Planungsamtes.
Der Befürchtungen der betroffenen Bezirksvertretungen ist sich die DSW21 bewusst. Auch wenn die offiziellen Ergebnisse von der Stadt vermutlich erst im Januar 2012 bekannt gemacht werden würden, werde man seitens der dsw21 schon vorher auf die Bezirkspolitiker zugehen und wichtige Inhalte bekannt geben, verspricht die Projektleiterin. Das habe man den Huckarder und Mengeder Bezirksvertretungen schon schriftlich zugesichert. Ende November soll das Gutachten fertig sein.
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