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Sternsinger -Aktion

Singen, sammeln, segnen

03.01.2013 | 17:05 Uhr
Singen, sammeln, segnen
Kaspar, Melchior und Balthasar: Die Sternsinger sind am Wochenende unterwegs. Foto: Manuela Schwerte

Im Westen.   Kinder schlüpfen in die Rolle der Heiligen Drei Könige und sammeln für notleidende Kinder.

Sie ziehen singend von Haustür zu Haustür, sammeln Spenden für Projekte in der dritten Welt und teilen Segen aus: die Sternsinger. Längst ist die Aktion nicht mehr auf Kinder und Jugendliche der katholischen Gemeinden beschränkt. Wer Lust hat, sich wie ein König zu gewanden, eine goldene Krone aus Glanzpapier auf den Kopf zu setzen und mit der Spendendose zu klappern, darf mitmachen.

Jetzt ist für die Gruppen, die als Trios durch die Straßen ziehen, wieder Hochsaison: Am Sonntag feiern die Christen das Erscheinungsfest (Epiphanias), das der Überlieferung nach an den Besuch der drei Könige aus dem Morgenland an der Krippe des Christus-Kindes im Stall von Betlehem erinnert. Dazu passend machen sich die Sternsinger auf den Weg, auch durch Dortmunds Westen. Ein Überblick:

Huckarde

Bereits ab heute (Freitag) und bis Sonntag, 6. Januar, ziehen die Gruppen durch die Pfarrgemeinde St. Urbanus. 32 Mädchen und Gruppen beteiligen sich; sie sammeln für notleidende Kinder in Tansania.

Marten

In der Pfarrgemeinde St. Laurentius sind die Sternsinger morgen, Samstag, 5. Januar, unterwegs. Ab 14.30 Uhr besuchen die Gruppen die Familien, die sich zuvor in die Anmeldelisten eingetragen haben.

Mengede

Bereits am Vormittag geht es morgen, Samstag, 5. Januar, für Kaspar, Melchior und Balthasar in Mengede los. Der Aussendungs-Gottesdienst der St. Remigius-Gemeinde findet bereits um 9 Uhr statt. „Auch in diesem Jahr wird für das Partnerprojekt auf Haiti gesammelt: für eine Schule für gehörlose und blinde Kinder“, teilt die Gemeinde mit. Mit dem verheerenden Erdbeben und dem Wirbelsturm haben zwei große Naturkatastrophen den Inselstaat getroffen; „noch muss etliches wieder aufgebaut werden“. An der Schule sollen ein Speisesaal und eine Küche errichtet werden.

Bodelschwingh

Die Gruppen der Gemeinde Mariä Heimsuchung ziehen am Sonntag, 6. Januar, los. Begleitet werden sie von Mitarbeitern der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG).

Kirchlinde

Ebenfalls am Sonntag, 6. Januar, sind die Sternsinger in der St. Josef-Gemeinde unterwegs. Die Kinder dort sammeln für die Arbeit des Krankenhauses in Mnero im ostafrikanischen Tansania. „Die Gemeinde bittet, die Sternsinger freundlich zu empfangen und das Projekt mit einer Spende zu unterstützen“, schreibt Gemeindereferent Michael Thiedig, der darauf hinweist, dass die echten Sternsinger an den verplombten Sammelbüchsen zu erkennen sind. Außerdem kann sich der erwachsene Begleiter mit einem Gemeindesiegel ausweisen.

Dorstfeld

„Die Sternsinger kommen“ heißt es gleich an zwei Tagen in der St. Borromäus-Gemeinde: Am Samstag, 5. Januar (ab 13 Uhr, Pfarrheim Girondelle), und Sonntag, 6. Januar (11 Uhr, Sternsinger-Gottesdienst, St. Karl Borromäus-Kirche), ziehen die Mädchen und Jungen in den Gewändern der drei Könige los.

Weltweit größte Solidaritätsaktion

Die Sternsingeraktion wird getragen vom Kindermissionswerk und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDJK) und ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren.

Das Leitwort der inzwischen 55. Aktion ist „Segen bringen, Segen sein“.

1959 wurde die Sternsinger-Aktion – auch Dreikönigssingen genannt – zum ersten Mal durchgeführt. Mit den gesammelten Spenden werden Projekte für notleidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

Die Kinder kommen in allen Gemeinden nicht nur mit der Spendendose an die Haustüren, sondern auch mit Kreide. Mit dem Schriftzug „20*C+M+B+13“, den sie auf Wunsch über die Tür schreiben, teilen sie den Segen aus. Denn die Buchstaben C, M und B zwischen der Jahreszahl 2013 stehen nicht etwa für die Namen der drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, sondern sind die Abkürzung für das lateinische „Christus mansionem benedicat“: Christus segne dieses Haus.

Carsten Menzel



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