Sieben Neonazis nach Angriff in Dortmund festgenommen

Polizisten mussten nach Dorstfeld eilen. Dieses Bild entstand während einer Demonstration am 16.1.2015.
Polizisten mussten nach Dorstfeld eilen. Dieses Bild entstand während einer Demonstration am 16.1.2015.
Foto: Peter Bandermann
Was wir bereits wissen
Vermummte Gruppen sind am Montagabend in Dortmund-Dorstfeld aufeinander losgegangen. Sieben Neonazis landeten am Ende im Polizeigewahrsam.

Dortmund.. Gewalt in Dorstfeld: Vermummte Gruppen sind am Montagabend auf dem Hellweg aufeinander losgegangen. Zeugen alarmierten die Polizei. Für sieben Neonazis endete die Auseinandersetzung in einer Gewahrsamszelle der Polizei. Die Polizei will wissen: Wer war der Gegner?

Gegen 21.20 Uhr erhielt die Polizei am Montag (2.2.2015) erste Hinweise auf vermummte Personengruppen, die auf dem Dorstfelder Hellweg aufeinander los gegangen sein sollen. Sie bewarfen sich gegenseitig mit Flaschen und anderen Gegenständen. In Dorstfeld wohnende Neonazis sollen sich laut Polizei die Wurfgeschosse in einem nahe gelegen Kiosk besorgt haben.

Dunkel gekleidete Personen

Nach Angaben der Polizei waren nach ersten Erkenntnissen rund 30 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt. Das hatten mehrere Zeugen gemeldet. Im Schulte-Witten-Park konnten die alarmierten Einsatzkräfte am Abend eine Gruppe von sieben dunkel gekleideten Personen festnehmen.

Die sechs Männer und eine Frau waren alle dem rechtsextremistischen Spektrum zuzuordnen, so die Polizei. Wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch nahm die Polizei die Gruppe vorläufig fest. Verletzt wurde bei dem Angriff offensichtlich niemand. Allerdings, so die Polizei, wurden mindestens zwei Autos beschädigt.

Fraglich ist zur Stunde, wer der Gegner der Neonazis war. Denn von diesen Kontrahenten fehlt jeder Spur. Offizielle Angaben über deren Aussehen gibt es nicht. Die Täter konnten entkommen.