Sieben Neonazis nach Angriff in Dorstfeld festgenommen

Gewalt in Dorstfeld: Vermummte Gruppen sind am Montagabend auf dem Hellweg aufeinander losgegangen. Zeugen alarmierten die Polizei. Für sieben Neonazis endete die Auseinandersetzung in einer Gewahrsamszelle der Polizei. Die Polizei will wissen: Wer war der Gegner?

Dorstfeld.. Aktualisierung 11.15 Uhr:

Wie die Polizei jetzt in einer Pressemitteilung schreibt, waren nach ersten Erkenntnissen rund 30 Personen an der Auseinandersetzung beteiligt. Das hatten mehrere Zeugen gemeldet. ImSchulte-Witten-Park konnten die alarmierten Einsatzkräfte am Abend eine Gruppe von sieben dunkel gekleideten Personen festnehmen.

Die sechs Männer und eine Frau waren alle dem rechtsextremistischen Spektrum zuzuordnen, heißt es in der Pressemitteilung. Wegen des Verdachts auf Landfriedensbruchs nahm die Polizei die Gruppe vorläufig fest. Verletzt wurde bei dem Angriff offensichtlich niemand. Allerdings, so die Polizei, wurden mindestens zwei Autos beschädigt.

Erstmeldung 8.17 Uhr:

Gegen 21.20 Uhr erhielt die Polizei am Montag (2. Februar) erste Hinweise auf vermummte Personengruppen, die auf dem Dorstfelder Hellweg aufeinander losgegangen sein sollen. Sie bewarfen sich gegenseitig mit Flaschen und anderen Gegenständen. In Dorstfeld wohnende Neonazis sollen sich laut Polizei die Wurfgeschosse in einem nahe gelegenen Kiosk besorgt haben.

Weitere Informationen im Laufe des Tages

Fraglich ist zur Stunde, wer der Gegner der Neonazis war. Denn von diesen Kontrahenten fehlt jeder Spur. Offizielle Angaben über deren Aussehen gibt es nicht. Die Täter konnten entkommen. Polizeikräfte stellten die Rechtsextremisten, sicherten die Personalien und fuhren sieben Männer ins Gewahrsam im Präsidium. Später wurden sie wieder entlassen. Angaben über Verletzte gibt es aktuell nicht. Im Laufe des Tages wird die Dortmunder Polizei eine Pressemitteilung veröffentlichen.

Wir berichten nach.

Wer die Auseinandersetzungen beobachtet hat und bereits jetzt Angaben zur Tat machen kann, wird gebeten, die Kriminalwache anzurufen. Kontakt: Tel. 0231 / 1 32 74 41.