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Nostalgiekirmes

Seilakrobatik sorgt für Nervenkitzel

17.07.2012 | 18:18 Uhr
Seilakrobatik sorgt für Nervenkitzel
Michael Konrad, Patrick Arens, Detlef Huß und Bruno Wisbar (v.li.) laden zur Nostalgiekirmes ein. Foto: Kevin Schrief

Mengede. Tennis-Turnier, TBV-Fest, Mittelalterliches Gaudium, Volkslauf und nun Nostalgiekirmes: Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Mengeder Volksgartens hat sich das Stadtbezirksmarketing eine bunte Veranstaltungsreihe einfallen lassen.

„Angelehnt an die Polizei-Verordnung betreffend den Volksgarten in Mengede vom 22. Juli 1912, mit der die ordnungsgemäße Nutzung der Parkanlage geregelt wurde, nehmen wir gemeinsam mit der Schaustellerfamilie Arens das historische Datum zum Anlass, den Besuchern vom 20. bis 22. Juli einen nostalgischen Rummel zu präsentieren“, lädt Michael Konrad von der Stadtbezirks-Geschäftsführung die Bürger am kommenden Wochenende zu einem außergewöhnlichen Ereignis ein.

Nervenkitzel pur verspricht dabei der Auftritt der Artistenfamilie Traber. Durch spektakuläre Leistungen auf dem Hochseil haben es die Trabers geschafft, sich mit an die Spitze der Hochseilartisten in Deutschland zu setzen. Michael Konrad: „Die Akrobaten werden an allen drei Veranstaltungstagen eine atemberaubende Show abliefern.“ Die Gäste dürften gespannt sein, welche Aktionen sich die Mitglieder der Familie - ob nun auf dem Motorrad oder am Mast in Schwindel erregender Höhe - ausdenken werden.

„Wir sind schon stolz darauf, dass es uns gelungen ist, diese sensationelle Artistenfamilie verpflichtet zu haben“, sagte Patrick Arens. Der Schausteller machte gestern zudem Appetit auf verschiedene nostalgische Fahrgeschäfte. „Wir präsentieren eine Märchenschaukel von 1889, ein Kettenkarussell aus dem Jahre 1939, ein Riesenrad von 1912 und eine weitere Schaukel aus den 1930er-Jahren. Sämtliche Fahrgeschäfte befinden sich in unserem Familienbesitz.“ Aufgebaut wird heute Nachmittag hinter dem Volksgarten-Restaurant. Wiesenbereiche blieben allerdings außen vor, sagte Arens: „Es hat tagelang kräftig geregnet. Der Boden ist aufgeweicht. Da wollen wir schließlich keine Schlammwüste hinterlassen.“ Zwei Tage brauchen die Schausteller für den Aufbau der vier nostalgischen Fahrgeschäfte im Mengeder Volksgarten. Dabei wird der Sicherheitsaspekt stets großgeschrieben. Patrick Arens: „Mitarbeiter vom Bauordnungsamt nehmen die Geräte genauestens unter die Lupe.“ Dass seine zum Teil hölzernen Karussells in einem perfekten Zustand sind, davon ist der im Dortmunder Westen beheimatete Schausteller absolut überzeugt. In den Wintermonaten wird an den Fahrgeschäften nämlich kräftig geschraubt, montiert, restauriert. Die Sicherheitsauflagen sind nicht von Pappe. Regelmäßig kommt der TÜV Nord-West und prüft die Gerätschaften.

Zurück zur Nostalgiekirmes an diesem Wochenende. Eintritt wird nicht erhoben. Michael Konrad: „Für uns war es wichtig, die soziale Komponente mit einzubringen.“ „Und die Preise für die Fahrgeschäfte“, witzelte Detlef Huß vom Stadtbezirksmarketing - „sind mit 1.50 bzw. 2.50 Euro ebenfalls nostalgisch.“

Norbert Jacobs



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