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MARTEN

Schutz vor Hochwasser verbessern

09.08.2012 | 10:57 Uhr
Schutz vor Hochwasser verbessern
Wird zur Großbaustelle: der Lauf des Oespeler Bachs.

Marten.   Mit dem naturnahen Ausbau des Oespeler Bachs will die Emschergenossenschaft auch den Schutz vor Hochwasser verbessern. Die dafür kalkulierten Baukosten liegen bei 3,5 Millionen Euro.

In Marten steht der naturnahe Umbau des Oespeler Bachs bevor. Dieser soll den Hochwasserschutz in Marten deutlich verbessern. Die Emschergenossenschaft hat die Genehmigung für die Baumaßnahme erhalten. Gegenwärtig läuft die Ausführungsplanung.

„Ende des Jahres“, sagte der Sprecher der Emschergenossenschaft, Ilias Abawi, „steigen wir in das Vergabeverfahren ein. Wir rechnen nach Ausschreibung und Vergabe des Auftrages mit einem Baubeginn im ersten Quartal des nächstes Jahres.“ Die Emschergenossenschaft geht von einer Bauzeit von 18 Monaten aus. Abawi: „Wenn uns das Wetter nicht im Stich lässt, könnten wir mit den Baumaßnahmen Mitte 2014 fertig sein.“

Zurzeit fließt der Oespeler Bach von Süden kommend in das Hochwasser-Rückhaltebecken „In der Meile“ und von dort aus – verrohrt – weiter nach Norden in Richtung Roßbach. Die Baumaßnahme „Ökologische Verbesserung des Oespeler Bachs und Verbesserung des Hochwasserschutzes“, erklärt der Sprecher der Emschergenossenschaft, bestehe im Wesentlichen aus zwei Teilen: Das Hochwasser-Rückhaltebecken „In der Meile“ wird von derzeit 52 000 Kubikmeter Fassungsvolumen auf später dann 58 000 Kubikmeter Inhalt erweitert.

18 Monate Bauzeit

Weiter ist vorgesehen, die Dämme um rund zwei Meter zu erhöhen. Abawi: „Rein statistisch gesehen kann dieses Becken damit ein Hochwasser abfangen, das nur alle 100 Jahre vorkommt. Des Weiteren bauen wir eine komplett neue Trasse für den Oespeler Bach, aufgrund der beengten Platzverhältnisse – ich denke hier an Wohnbebauung – unterirdisch verrohrt.“ Diese neue Trasse, ergänzte der Sprecher, liege etwas westlich des aktuell verrohrten Bachlaufs und komme erst im Bereich des Stadtparkes wieder zum Erscheinen.

23 000 Kubikmeter Boden werden ausgehoben

Insgesamt werden im Rahmen der Baumaßnahme 23 000 Kubikmeter Boden ausgehoben. Davon werden 4000 Kubikmeter abgefahren. Der Rest kann vor Ort wieder verwendet werden.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,5 Mio. Euro. Die Emschergenossenschaft wird die Martener Bürger rechtzeitig vor Baubeginn informieren. Angedacht sich Info-Veranstaltungen.

Im Bereich des Stadtparks wird die Emschergenossenschaft den neuen Bach „leicht mäandrieren lassen, um auch für eine optische Aufwertung des Stadtteilbildes zu sorgen“. Hinter dem Stadtpark, so Abawi, münde der neue Oespeler Bach künftig in den Schmechtingsbach und mit diesem dann in den Roßbach. Die Umgebung des Bachers im Stadtpark soll nicht eingezäunt werden. Grund: Der Martener Bürger soll den Bach und die neu dazugewonnene Natur erleben dürfen.

Renaturiert werden auch der Oberlauf des Oespeler Baches weiter südlich des Hochwasser-Rückhaltebeckens „In der Meile“ sowie der Meilengraben. Bei einem normalen Trockenwetter-Abfluss wird das Bachwasser künftig automatisch durch die neu entstehende Bachtrasse abfließen. Ilias Abawi: „Erst bei einem Wasservorkommen, das einem 50-jährigen Hochwasser entsprechen würde, wird der noch aktuelle Trassenverlauf des Oespeler Bachs in Anspruch genommen. Damit sorgen wir für eine deutliche Optimierung des Hochwasserschutzes in diesem Bereich.“

Norbert Jacobs

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2012-08-09 10:57
Nord-West