Schule wartet seit sieben Monaten auf neues Treppengeländer

Im Juni 2014 kippte Pfingssturm Ela auch einen Baum am Kirchlinder Schulzentrum um. Er landete auf der Treppe eines Gehwegs. Dabei gingen fast alle Treppengeländer zu Bruch. Repariert wurde bislang nichts auf dem städtischen Fußweg. Das bringt die eltern auf die Palme.

Kirchlinde.. Dass die Beseitigung des Baumes erst in den Sommerferien erfolgte, hat bei der Schulpflegschaft des Bert-Brecht-Gymnasiums schon für Ärger gesorgt. Dass das Treppengeländer auch in diesem Winter noch fehlt, macht die Elternvertreter aber inzwischen richtig wütend.

Mich hat schon gestört, dass es den Verantwortlichen bei Stadtgrün nicht möglich war, zeitnah nach dem Pfingststurm Ela am 9. Juni 2014 einen direkt auf die einzige Schultreppe für den Schulweg von der Bockenfelder Straße zum Schulzentrum gefallenen Großbaum zeitnah zu entsorgen", sagt Schulpflegschaftsvorsitzender Guido Redeker.

Baum lag vier Wochen lang auf der Treppe

"Der Baum lag vier Wochen lang quer auf der Treppe, und die rund 1000 Schüler, die diesen Weg täglich von der Bockenfelder Straße zum Gymnasium oder der Droste-Hülshoff-Realschule nutzen, wichen über einen daneben gelegenen matschigen Trampelpfad aus", schildert Redeker die Situation. Nicht jeder sei mit sauberer Kleidung zur Schule gekommen, Rutschszenen für die TV-Pannenshow wären täglich ausreichend anzusehen gewesen.

Was die Eltern schon damals ärgerte: Der Lehrerparkplatz war bereits nach vier Tagen wieder geräumt, der Fußweg aber nicht. Erst in den Sommerferien sei die Situation entschärft worden.

Doch damit war das Problem noch nicht vom Tisch. Zum Fußweg gehört auch eine Treppe. Deren Geländer hatte der umgestürzte Baum großteils zerstört. "Meine Anrufe bei der Stadt blieben erfolglos", sagt dazu Schulleiter Wolfgang Hardering. "Man hat mir mitgeteilt, für ein neues Geländer sei kein Geld vorhanden." Bis heute wurde es nicht ersetzt.

"Gefährlich und verboten"

"Jetzt drohen Schnee und Eis, nur festhalten kann sich im Fall der Fälle niemand", warnt Guido Redeker. Dies sei gefährlich und auch nicht erlaubt. Nach Vorgaben der Landesbauordnung sei jede Treppe ab drei Stufen mit einem Geländer auszustatten, so Redeker. Ein privater Bauherr hätte längst Ärger bekommen. Er fordert, dass die Stadt ebenfalls ihrer Verpflichtung nachkommt.

Und genau so soll es nun auch kommen. Stadtsprecher Frank Bußmann teilte auf Anfrage der Redaktion mit, im Zuge der Verkehrssicherung werde das Geländer so schnell wie möglich erneuert.