Schnuppern in der neuen Schule
27.01.2012 | 18:34 Uhr 2012-01-27T18:34:00+0100
Westerfilde. „Informationsveranstaltungen hat es an der Haupt- und Realschule schon immer gegeben“, sagt Marita Grotemeyer. Aber einen Tag der offenen Tür für eine Schule anzubieten, die es noch gar nicht gibt, fügt die Konrektorin der Westerfilder Hauptschule hinzu, sei neu.
„Informationsveranstaltungen für Eltern und ihre Kinder hat es an der Haupt- und Realschule schon immer gegeben“, sagt Marita Grotemeyer. Aber einen Tag der offenen Tür für eine Schule anzubieten, die es noch gar nicht gibt, fügt die Konrektorin der Westerfilder Hauptschule hinzu, „das ist etwas ganz Neues gewesen“. Gestern haben Interessierte erstmals einen Blick ins Innere der künftigen Sekundarschule Westerfilde werfen können.
Ein Jahr lang haben sich Marita Grotemeyer und Christian Pätzold, Rektor der benachbarten Nikolaus-Kopernikus-Realschule (NKR), gemeinsam mit 14 Pädagogen und externen Beratern darüber Gedanken gemacht, mit welchen Angeboten die neue Sekundarschule um Schüler werben wird. Die Weichen sind gestellt: „Vom nächsten Schuljahr an geht’s los“, ist Grotemeyer zuversichtlich, dass das Konzept überzeugen wird.
Rektor Pätzold, der künftige kommissarische Leiter der Sekundarschule, und seine designierte Stellvertreterin Grotemeyer sind überzeugt: „Ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder wird erfolgreich sein.“ Der Lernprozess werde dabei ganz anders aussehen als früher. „Nicht die Fehler des Kindes stehen im Vordergrund, sondern seine Lernfortschritte.“
Wem das zu theoretisch klingt, der macht sich am besten direkt ein Bild vom Unterricht: Die Schüler werden künftig zwischen drei verschiedenen Profilen wählen können: MINT (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), außerdem Sport und schließlich Sprachen. Pätzold: „In Klasse 5 können die Kinder in die Profile hineinschnuppern.“ Danach müssen sie sich festlegen. Ein Profiltausch sei auch später möglich, ohne dass die Klasse gewechselt werden müsse.
Vera Spallek und ihr Sohn Josua Vollmer haben sich für eine halbe Stunde Schnupper-Unterricht in Chemie entschieden. Fachlehrerin Susanne Hüther erläutert, wie man Scheckfälschungen sichtbar machen kann. Ein Stockwerk höher begeistern Okka Freesemann und Ina Matull von der TU Dortmund die angehenden Sekundarschüler für Mathematik – mit einem schon in der Hauptschule erprobten und Mathe-Buch und vielen Holzklötzchen, die das Addieren und Subtrahieren anschaulicher machen. Und mit Unternehmen wollen die Pädagogen sicherstellen, dass die Praxis nicht zu kurz kommt.

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