Schäden nach Sanierung - Anwohner mussten trotzdem zahlen

Da waren sich Anwohner und Politiker mal einig: Hohe Kosten für eine schlecht sanierte Straße sind unzumutbar. Die Hausbesitzer an der Steinhammerstraße in Marten mussten trotzdem zahlen - obwohl die Sanierung erst drei Jahre her ist. Jetzt beschwerten sie sich in der Bezirksvertretung.

Marten.. "Wir sollen für die Straße viel Geld bezahlen, obwohl sie schon wieder schadhaft ist", berichteten Anwohner der Steinhammerstraße den Politikern in der Lütgendortmunder Bezirksvertretung.

Der Hintergrund: 2012 wurde die Martener Steinhammerstraße neu asphaltiert. An den Kosten müssen sich auch die Hausbesitzer beteiligen. Je größer das Grundstück im Bereich der Straße ist, desto teurer wird es. Geregelt wird das über das Kommunalabgabengesetz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hohe Kostenbeteiligung

Und so flatterte auch den Hausbesitzern der Steinhammerstraße Post von der Stadt ins Haus. Zwei Besitzer von Gewerbetrieben erhielten saftige Rechnungen in Höhe von 18.000 und 20.000 Euro.

"Nur auf dem Klageweg hätten wir die Zahlung verhindern können", berichtete eine Hausbesitzerin den Politikern.

Schadhafter Asphalt

Aber das wollten die Anwohner nicht. Sie beschweren sich nicht über die Kostenbeteiligung, sondern über den Zustand der Straße. Risse im Asphalt und schadhafte Stellen an Gullideckeln sind bereits seit einiger Zeit sichtbar. Die Anwohner befürchten, dass die Straße nicht lange halten wird. Außerdem seien bei den Arbeiten Abläufe entfernt worden. Bei starkem Regen stünde das Wasser auf der Straße.

Das alles soll, so will es die Bezirksvertretung, genau geprüft werden. Denn da waren sich Politiker und Hausbesitzer einig: Wer so tief in die eigene Tasche greift, darf verlangen, dass die Straße nicht schon nach gut zwei Jahren wieder schadhaft ist.