Rock 'n' Roll und durstige Mücken begeistern Besucher

Vier Gaststätten ein Ziel: Partylaune im Schankraum. Das erste Lütgendortmunder Kneipenfestival interessierte nur vier Wirte, dafßür aber um so mehr Gäste. Wir haben alle vier Gaststätten besucht und geschaut, ob das Konzept aufgegangen ist.

Lütgendortmund.. Die Premiere ist gelungen. Zu diesem Ergebnis sind die vier Gastronomen gekommen, die das erste Lütgendortmunder Kneipenfestival am Samstagabend veranstaltet haben. "Es sind mehr Gäste hier als sonst", stellt Markus Lepperhoff, einer der Gastwirte, fest. Der Betreiber des Hotels Specht hatte auch die Idee zu der Aktion.

Bei Wilhelm Mohrenstecher hat der Kollege offene Türen eingerannt. Der Blickpunkt-Wirt war am Samstagabend genauso mit von der Partie wie Volker und Ulrike Schneider vom Musiktheater Piano sowie Stefi Vitzintin vom Plesken’s Pub.

Größer als ein Pferd

Mohrenstecher, stilecht als mittelalterlicher Schankwirt verkleidet, hatte die Band "Emscherflute" eingeladen. Michael Förster und seine fünf Band-Kollegen versetzen die Gäste mit Dudelsack, Drehleier und Trommeln musikalisch in die Zeit des Mittelalters. "Emscherflute" singt zum Auftakt von einer durstigen Mücke, die größer als ein Pferd gewesen sei.

Markus Lepperhoff hat keinen Geringeren als Sir Jesse Lee Davis engagiert, der als Angehöriger der US-Armee nach Deutschland kam und jetzt in Gevelsberg lebt. Bekannt geworden ist Davis mit den Songs "Round and Round" und "Is This Love" Anfang der 1990er Jahre.

Drei Stehlampen

Im Piano spielt die "Wohnzimmerband" umrahmt von drei Stehlampen im Jugendstil-Saal des Musiktheaters Piano. Enno Koenig, Norbert Heckendorf und Andreas Ortmanns aus Dortmund bedienen mit ihrem breit gefächerten Repertoire genau das Klientel des Musiktheaters.

Bei Stefi Vitzintin im Plesken’s Pub ist gegen 20.30 Uhr kein Durchkommen mehr: volles Haus. Die Chefin zapft mit ihrem Team ein kühles Blondes nach dem anderen. "The Shaggys" aus Recklinghausen heizen dem Publikum ein. Mit Songs wie "Hey Baby" treffen sie genau den Nerv der partysüchtigen Festivalgäste.

Fazit: Gelungene Premiere. Und die Organisatoren hoffen, dass nächstes Jahr nicht nur die Gäste, sondern auch ein paar Wirte mehr mitmachen.