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"Risiko": Mit Strategie zur Weltherrschaft

07.01.2008 | 17:26 Uhr

Marten. (lamp/PaR) Die Infanterie hat die Gewehre geputzt, die Kavallerie sitzt fest im Sattel, die Kanonen der Artillerie sind bereit. In Marten herrscht Krieg. Es geht um viel, um alles, um eine Fläche, 1,80 mal 1 Meter groß. ...

... Anders gesagt: um die ganze Welt. Das Risiko ist hoch. Risiko ist aber auch verdammt spannend und unterhaltsam - zumindest wenn es um das legendäre Brettspiel gleichen Namens geht. "Bei uns in der Jugendfreizeitstätte Marten ist dieses Spiel seit Jahren sehr beliebt", sagt Philip Reitzig, Teilzeitkraft in der Einrichtung. Deshalb hat er mit Jugendlichen eine XL-Version des Klassikers gebaut. Den Begriff "Kriegsspiel" hört der 32-Jährige in diesem Zusammenhang nicht gerne, denn "natürlich wird bei Risiko vordergründig Krieg geführt, aber Schach ist eigentlich auch ein Kriegsspiel."

Er selbst spricht deshalb lieber vom "Strategiespiel" Risiko, denn wer gewinnen will, muss einiges leisten: logisches Denken ist gefragt, Züge müssen intelligent geplant werden - und ganz wichtig ist Konzentration. "Viele Jugendliche haben große Probleme, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren", weiß Reitzig durch seine Arbeit. Bei Risiko sei das anders. "Die Kinder halten durch - dabei kann ein Spiel mehrere Stunden dauern." Geduld und Ausdauer waren ebenso gefragt, als sich die Besucher der Jugendfreizeitstätte daran machten, das Spiel in größerer Form nachzubauen. Rund zweieinhalb Monate nahm dieses Mammutprojekt in Anspruch. Die Weltkarte wurde auf eine Sperrholzplatte gemalt, die Spielfiguren - Maßstab 1:72 - brauchten einen bunten Anstrich. Dann galt es noch, Spielkarten mit einzelnen Missionen zu gestalten. Rund 15 Jugendliche, zwischen acht und 20 Jahre alt, beteiligten sich an dem offenen Projekt, das, so Reitzig, "ohne Probleme lief".

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