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Westcup 2012

„Respektvoll miteinander umgehen“

17.09.2012 | 18:47 Uhr
„Respektvoll miteinander umgehen“
Koordiniert mit Kollegen den Westcup 2012: Norbert WemmerFoto: Kevin Schrief

Jungferntal.   Jungferntal.Großen Beifall erntete im vergangenen Jahr die Premiere des U17-Bolzplatzturniers von Kinder- und Jugendeinrichtungen im Dortmunder Westen und Süden. Das Jugendamt der Stadt hat nun eine weitere Ausgabe des sogenannten Westcup ausgerichtet. Gegenwärtig laufen die Spiele der beiden Gruppen a vier Mannschaften. Die Stadtteil-Zeitung sprach mit Turnierkoordinator Norbert Wemmer unter anderem darüber, warum Tore und Punkte bei sportlichen Anlässen nicht immer alles sein müssen.

Großen Beifall erntete im vergangenen Jahr die Premiere des U17-Bolzplatzturniers von Kinder- und Jugendeinrichtungen im Dortmunder Westen und Süden. Das Jugendamt der Stadt hat nun eine weitere Ausgabe des sogenannten Westcup ausgerichtet. Gegenwärtig laufen die Spiele der beiden Gruppen a vier Mannschaften. Die Stadtteil-Zeitung sprach mit Turnierkoordinator Norbert Wemmer unter anderem darüber, warum Tore und Punkte bei sportlichen Anlässen nicht immer alles sein müssen.

Herr Wemmer. Wer hat dieses Turnier auf die Beine gestellt bzw. wer war seinerzeit Ideengeber?

Norbert Wemmer: Die Idee zu diesem Turnier hatten mein Kollege Mehmet Gevrek und ich. Weiter entwickelt und organisiert wurde es von Kollegen der beteiligten Einrichtungen und von mir.

Was ist bei der Premiere im vergangenen Jahr nicht so gut gelaufen? Was machen Sie in diesem Jahr anders oder besser?

Ein Problem des ersten Jahres war die relativ große Altersspanne, die bis zu sechs Jahre betrug. Dies führte im physischen Bereich zu sehr großen Unterschieden, wodurch einige Mannschaften bevorteilt waren. Durch eine rigidere Handhabung der Altersgrenze(max.16 Jahre) konnte dieses Problem reduziert, wenn auch nicht ganz gelöst werden. Ein zweiter Punkt ist die Dauer des Turnieres, die im letzten Jahr über vier Monate betrug. Dieses Jahr sind es sechs Wochen, was sowohl für die Organisation als auch für die Motivation der Mannschaften positiv ist

Tore, Punkte, Tabellenführung, Turniersieg: Ist es das, worauf es beim Westcup 2012 ankommt?

Natürlich sind dies, bezogen auf den Wettkampfgedanken, wichtige Kriterien. Aber es geht uns auch darum, eine respektvolle Haltung und Einstellung der SpielerInnen zu ihren Gegnern zu fördern und Niederlagen nicht als persönliche Demütigungen zu empfinden. Aus diesen Gründen wird in diesem Jahr ein Fairness-Pokal an die Mannschaft vergeben, die diese Kriterien in besonderem Maße erfüllt hat.

Warum wird auf Bauschuttplätzen und in Affenkäfigen gepöhlt und nicht etwa auf Kunstrasenanlagen?

Zum einen verfügt keine Jugendfreizeitstätte in ihrer unmittelbaren Nähe über einen Kunstrasenplatz. Zum anderen sind die Bolzplätze das Terrain, der fußballerische Ursprung dieser Jungs. Hier fühlen sie sich wohl, hier ist Fußball authentisch.

Kindern mangelt es oft an Bewegung. Dient ein solches Turnier der Abhilfe?

Dies ist auch ein Aspekt, angesichts der Kürze des Turniers, aber nur ein sekundärer. Sekundär auch deshalb, weil die, die hier spielen, auch sonst keine Bewegungsmuffel sind.

Fußball, so heißt es, verbindet. Soll der Westcup 2012 einen Beitrag zur Förderung der Integration leisten?

Integration ist mir ein zu großes Wort. Was der Westcup aber fördert, ist eine Annäherung der verschiedenen Kulturen und eine Reduzierung gegenseitiger Vorbehalte.

Von Norbert jacobs



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