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Grusellesenacht

Rendezvous im Schloss Dellwig mit Frankenstein

15.11.2009 | 17:19 Uhr

Lütgendortmund. Im Schloss Dellwig trieben „Das Monster im Kühlschrank" sowie „Das Gespenst und der Knocheneinrichter" ihr Unwesen, „Der Totentanz" kam zur Aufführung, und „Frankenstein" war auch nicht weit - bei der 7. Grusel-Lesenacht für Kinder und Jugendliche.

Lütgendortmund. Im Schloss Dellwig trieben „Das Monster im Kühlschrank" sowie „Das Gespenst und der Knocheneinrichter" ihr Unwesen, „Der Totentanz" kam zur Aufführung, und „Frankenstein" war auch nicht weit - bei der 7. Grusel-Lesenacht für Kinder und Jugendliche.

Die kamen am Freitagabend wieder zahlreich zu der schaurig-schönen Lesung, die ganz Jungen von Eltern oder Großeltern begleitet, insgesamt rund 100 Kinder und Teenager, viele selbst als Geister oder Vampire verkleidet, alle ganz gespannt auf die unheimlichen Kurzgeschichten, Gedichte und Episoden. Die Schauermärchen aus der Feder von einem Dutzend Autoren, darunter auch Klassiker von Theodor Storm oder Populäres von Mary Shelley, wurden von Schülern der Heinrich-Böll-Gesamtschule vorgelesen - mit viel Begeisterung für die vorgetragene Literatur.

„Die Schüler haben sich alle freiwillig gemeldet", war auch Deutschlehrerin Kristina Möller angetan von dem Engagement der jugendlichen Vorleser(innen). Manche Schülerinnen, freut sich die Mit-Organisatorin, seien schon seit den Anfängen der Lesenacht dabei - wie etwa Sophie Hilgenstock und Sarah Gieselmann aus der Oberstufe der Böll-Gesamtschule. Die beiden zogen - ebenso wie weitere Vorleser aus den Klassen 9 und 10 - ihre kleinen und größeren Zuhörer mit dem spannenden Lesestoff einmal mehr in den Bann.

Kleine und große Zuhörer Da dürfte es vor allem den ganz jungen Besuchern im Grundschulalter mitunter doch etwas mulmig geworden sein - wegen der unheimlichen Geschichten, aber auch wegen der zum Anlass passenden Grusel-Dekoration in den Räumen des alten Schlosses.

Und auch die Organisatoren - neben Lehrerinnen der Böll-Gesamtschule waren Mitarbeiter der Buchhandlung Köhler, der Stadtteilbibliothek und Aktive des Heimatmuseums Lütgendortmund beteiligt - mussten diesmal etwas bibbern: Die Finanzierung durch Bezirksvertretung und Stadtbezirksmarketing schien im Vorfeld wegen der städtischen Haushaltslage nicht gesichert. Die Veranstaltung habe daher, so Lehrerin Kristina Möller, „auf der Kippe gestanden". Entsprechend erleichtert waren die Organisatoren, dass sich dieser reale Sensemann mit seinem Folterwerkzeug der gefürchteten Haushaltssperre am Ende doch nicht blicken ließ. cc

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