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Punk und Geigenmusik spielen Spendengeld ein

20.06.2007 | 09:30 Uhr

Nette. (pal) Ein Konzert, bei dem auf klassische Geigenvariationen eine Punk-Band folgt, erlebt man nicht alle Tage. Am Heinrich-Heine-Gymnasium hatten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, diese ungewöhnliche musikalische Synthese zu hören.

Der Anlass des Konzertes war allerdings ernster Natur. Das Konzert fand zugunsten einer an Leukämie erkrankten Mitschülerin statt: Schon seit längerer Zeit engagieren sich Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums für Jasmin Janzen. Im Mai 2005 diagnostizierten die Ärzte Blutkrebs bei dem Mädchen. Seitdem wurden zahlreiche Hilfsaktionen ins Leben gerufen.

Bisherige Höhepunkte waren eine große Tombola zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und die weitreichende Typisierungsaktion im April 2007, bei der ein geeigneter Knochenmarkspender für Jasmin gesucht wurde (Stadtteil-Zeitung berichtete). "Durch unsere zahlreichen Aktivitäten haben wir mittlerweile gut 50 000 Euro für die DKMS gesammelt", berichtete Mathelehrer Ulrich Groner nicht ohne Stolz. Doch ein passender Spender für die Jugendliche ist noch nicht gefunden.

Nun sollte ein musikalisches Potpourri weitere finanzielle Hilfsmittel für leukämiekranke Menschen einbringen. "Das Benefizkonzert findet auf ausdrücklichen Wunsch unserer Schüler statt", erläuterte Lehrerin Ingrid Kleiböhmer das Engagement ihrer Schützlinge.

Diese legten sich tatsächlich besonders ins Zeug, um allen Gästen einen unvergesslichen Abend zu bereiten. Die Schüler Adrian Skupin und Sebastian Neuhaus führten mit lockeren Sprüchen durch das interessante Programm, bei dem ein Höhepunkt den nächsten jagte.

Nach einem Schlagzeug-Duett von Lukas Bönschen und Julius Linnenbrink folgte Anna Frank mit virtuosem Geigenspiel. Gleich darauf betrat die Band "Lenny Pain" die Bühne. Sie kleidete Beatles-Klassiker in ein modernes Punkrock-Gewand und erfreute die Zuhörer am Heinrich-Heine-Gymnasium mit ihrer saloppen Art.

Auch Musiklehrer Reinhard Michel begeisterte an Bass und Klavier, mal zusammen mit seinen Schülern, mal zusammen mit seiner Jazzformation "Woodlouses". Es folgten die Böhse-Onkelz-Coverband "Swap!" und die "Silent Cookies", die mit moderner Rockmusik auf sich aufmerksam machten.

Am Ende des Konzertes stand dann auch Jasmin Janzen selbst auf der Bühne, um gemeinsam mit dem Schulchor moderne Popsongs zu interpretieren. Ihr war eine gehörige Portion Stolz auf ihre Mitschüler anzumerken, die aus Solidarität für sie und andere Leukämiekranke dieses Benefizkonzert möglich gemacht haben.

Von Peter Albert

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