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Privater Trödelmarkt wieder erlaubt

04.01.2013 | 20:00 Uhr
Privater Trödelmarkt wieder erlaubt
Der Astrid-Lindgren-Kindergarten in Rahm. Der Flohmarkt des Fördervereins ist wieder erlaubt.Foto: Jochen Linz

Huckarde/Rahm.  Kindergarten und Förderverein in Dortmund-Rahm atmen auf: Charlotte Schneiders hat sich erfolgreich für die Veranstaltung eingesetzt.

Der jährliche Erlös aus einem privaten Trödelmarkt von rund 800 Euro war für den Astrid-Lindgren-Kindergarten in Rahm stets eine wichtige Geldquelle. Im letzten Jahr allerdings gab Arnsberg keine Genehmigung mehr. Grund: Es liegt ein Verstoß gegen das Arbeitsverbot vor. Fördervereinsvorsitzende Charlotte Schneider setzte daraufhin alle behördlichen Hebel in Bewegung. Und das höchst erfolgreich. „Die Bezirksregierung“, jubelte die 73-Jährige gestern, „hat wieder grünes Licht für unseren Trödelmarkt gegeben. Ich freue mich riesig.“

Mitte November gab es ein Dienstgespräch im Düsseldorfer NRW-Innenministerium. Teilgenommen haben in Düsseldorf unter anderem Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg. Thema: Trödelmärkte an Sonn- und Feiertagen. Herausgekommen sind neue Richtlinien, die Charlotte Schneider „sehr begrüßt“.

„Mit dem neuen Erlass“, bekräftige Dr. Christian Chmel-Menges, Pressesprecher der Arnsberger Behörde, „wird die bestehende Gesetzgebung bürgerfreundlicher ausgelegt. Trödelmärkte, die wohltätigen Zwecken dienen und ohne gewerbliche Händler stattfinden, sind demnach wieder möglich.“

Nichts anderes verfolgt Charlotte Schneider. „Wir haben das Geld aus unseren Trödelmärkten nie in die eigene Tasche gesteckt. Die Einnahmen investierten wir immer in den Astrid-Lindgren-Kindergarten für diverse Anschaffungen. Das wird auch in Zukunft so sein.“

Seit 1989 bereits ist Charlotte Schneider Vorsitzende des Fördervereins. Und seit dieser Zeit versucht die nimmermüde Seniorin, „für den Kindergarten Geld reinzuholen“. Die Einrichtung an der Rahmer Straße muss nämlich jährlich etwa 25 000 Euro erwirtschaften. Das sind umgerechnet rund vier Prozent des Gesamt-Budgets.

Geglückte Mission nach 15 Monaten

„Warum werden gewerbliche Märkte an Sonntagen zugelassen und unser gemeinnütziger Verein nicht?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich Charlotte Schneider seit 15 Monaten, schaltete Medien, Anwalt und Politiker ein. Mit den neuen Richtlinien kann sie gut leben.

So ist das Kindergarten-Team um Leiterin Rita Brandt besonders an den Wochenenden unterwegs, baut Stände auf, verkauft Kuchen und Waffeln, um an Bares für den Kindergarten zu kommen. Im vergangenen Jahr fehlten die Mittel aus dem Trödel-Verkauf. „Das hat uns sehr wehgetan“, schimpft Charlotte Schneider - trotz der nun frohen Kunde aus Arnsberg - heute noch. Auch wenn nun alles in trockenen Tüchern zu sein scheint. Charlotte Schneider wartet dieser Tage auf eine schriftliche Benachrichtigung aus Arnsberg: „Ich hätte gern etwas in der Hand.“ Dann will sie auch schnell den Trödel-Termin für dieses Jahr festzurren. „Ich denke, wir werden das im Juli im Rewe-Center an der Rahmer Straße machen“, sagte sie gestern.

In 2011 boten auf dem Trödelmarkt 35 „Aussteller“ ihre Waren feil. Da sei rein gar nichts mehr gegangen, erinnert sich Charlotte Schneider und hofft auf eine ähnlich große Resonanz auch in diesem Sommer.

Norbert Jacobs


Kommentare
04.01.2013
21:11
Privater Trödelmarkt wieder erlaubt
von xxyz | #1

Da fordert der Duisburger OB mehr Engagement der Bürger.
Wer diese Regelungen erstellt und sieht, wie Menschen gegen die Bürokratie kämpfen, muss sich schon wundern, dass es noch engagierte Menschen gibt, die diesen Kampf aufnehmen.

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