Polizei in Mengede blitzte an der falschen Stelle

Bei einer mobilen Geschwindigkeitskontrolle in Mengede blitzte die Polizei zahlreiche Autofahrer. Doch die kriegen nun ihr Geld zurück. Denn die Polizei hatte ihre Radarfalle an der falschen Stelle aufgestellt. Heraus kam der Fehler nur dank der Penetranz eines Castrop-Rauxelers.

Mengede.. Gute Nachricht für zehn Autofahrer, die am Montag auf der Strünkedestraße von der Polizei geblitzt wurden. Sie kriegen ihr Geld wieder. An der Stelle der Tempomessung galt, anders als die Beamten zunächst glaubten, noch gar kein Tempo 30, es waren noch 50 km/h erlaubt.

Zu verdanken haben die Betroffenen diese Entscheidung dem Castrop-Rauxeler Wolfgang Hohmann. Auch ihn hatte die Polizei wegen angeblich zu hoher Geschwindigkeit an den Straßenrand gewunken.

Heftige Diskussion

Anders als die anderen zehn Betroffenen war sich Hohmann sicher, kein 30er-Schild gesehen zu haben. Er ließ sich auf eine heftige Diskussion mit den Beamten ein, solange bis einer von ihnen entnervt in einen Streifenwagen stieg und die Strecke abfuhr. Als der Polizist zurückkehrt, bestätigte er Hohmanns Sicht. Die Beamten bauten die Geschwindigkeitskontrolle daraufhin sofort ab.

Nach Angaben von Polizei-Sprecherin Nina Vogt wurde auch sofort die "Direktion Verkehr" bei der Polizei informiert, die bis dahin eingezogenen Verwarnungsgelder wieder zurückzuzahlen. Nina Vogt entschuldigte sich ausdrücklich bei den Betroffenen: "Das tut uns sehr leid".

Schäden auf der Strünkedestraße

Wegen Straßenschäden wurde auf der Strünkedestraße vor kurzem Tempo 30 ausgeschildert. Doch das Tempolimit gilt nur bis zu Gaststätte "Haus Hubbert". Die Polizei hatte im weiteren Verlauf der Straße geblitzt.