Peters-Bau ist Schandfleck im Mengeder Ortskern

Das brachliegende Grundstück von Ex-BVB-Spieler Mario Götze in Hacheney hat für Gesprächsstoff gesorgt. Einen größeren Schandfleck gibt es in Mengede: Die nie fertiggestellte Gewerbeimmobilie an der Dönnstraße ist vielen Bürgern und Politikern ein Dorn im Auge. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Mengede.. Das ungenutzte Grundstück von Mario Götze in Wichlinghofen sorgt bei den Anwohnern der Straße Heisterkamp für Ärger. Doch es gibt schlimmere Schandflecke in Dortmund, sagen unsere Leser. Einer davon ist auch der sogenannte Peters-Bau im Mengeder Ortskern.

Was ist das Problem?

Die nie fertiggestellte Gewerbeimmobilie an der Dönnstraße / Ecke Siegburgstraße steht unter Zwangsverwaltung und ist in seiner Unvollkommenheit seit über zwei Jahrzehnten vielen Bürgern, aber auch Politikern ein echter Dorn im Auge.

Wie funktioniert die Zwangsverwaltung?

Bei der Zwangsverwaltung handelt es sich um eine juristische Maßnahme der Einzelzwangsvollstreckung, im Gegensatz zu einer Gesamtvollstreckung, der Insolvenz.Das Verfahren soll entweder die Gläubiger aus den Einnahmen befriedigen, ohne die Immobilie versteigern zu müssen, oder eine Wertminderung durch den Schuldner verhindern.

Warum kann die Stadt nicht handeln?

Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch sagt: "Wir haben uns durch einen Fachmann der Verwaltung dezidiert über die rechtliche Situation, was den Bau betrifft, aufklären lassen." Offenbar mit einem ernüchternden Ergebnis.

Die Besitzverhältnisse sind extrem verworren. Der Bau steht nicht auf einem einzelnen Grundstück, sondern auf mehreren. Die wiederum teilten sich zum Teil noch einmal bis zu vier Besitzer. Ein unbefriedigender Zustand, wie Wilhelm Tölchfindet: "Daher gab es auch schon vor langer Zeit die Idee, die Eigentümer zu enteignen." Doch das war und ist nicht praktikabel.

Was ist mit dem Verwalter?

"Der Verwalter lässt immer gerade so viel daran machen, dass es zu keinen gravierenden Mängeln kommt", sagt Tölch.Deshalb bracht man auf Baumängel, die der Stadt rechtliche Handhabe geben würden, das vierstöckige Gebäude abreißen zu lassen, nicht zu warten.

Welche Optionen gibt es?

Das ganze Areal zu kaufen wäre natürlich eine Option, doch die Preis-Vorstellungen der Eigentümer sind wohl utopisch. Schon als die Firma Dreier vor einigen Jahren den neuen Aldi-Markt nebenan gebaut hatte, hätte sie das Areal gerne erworben. Doch Verhandlungen scheiterten an den finanziellen Forderungen der Eigentümer.Und auch der Stadt fehle schlicht und ergreifend das Geld, um die Immobilie zu erwerben, betont Sprecher Michael Meinders.

Wie ist die Prognose?

Es würde an ein Wunder grenzen, sollte sich plötzlich an der unbefriedigenden Situation dort doch noch etwas verbessern, sagt Tölch.